Ambrosia
Die Asthma und Kontakt-Allergien auslösende Ambrosia-Pflanze - Beifußblättriges Traubenkraut - ist ein Einwanderer aus Nordamerika. Das Traubenkraut wächst gewöhnlich 20 cm bis 1,5 m hoch. Die Stengel sind leicht behaart, die Blütenstände gedrungen und die Wuchsform kugelig. Die einjährige Pflanze blüht von Juni bis Oktober mit fingerförmigen, grüngelblichen Blütenständen, die kleine, unscheinbare gelbe Blütenköpfchen tragen und bis zu einer Milliarde Pollen pro Pflanze produzieren. Außerdem entstehen 3.000 bis 60.000 Samen, die bis zu 40 Jahre lang keimfähig bleiben können.
Pollen von Ambrosia artemisiifolia gelten als das stärkste Allergen überhaupt, das bisher aus dem Pflanzenreich bekannt ist. Sie können, weil besonders klein, mit dem Atemstrom bis tief in die feinsten Bronchien gelangen und auch bei Nicht-Allergikern Lungenentzündung und Lungenödeme hervorrufen.
Man geht davon aus, daß auch Menschen, bei denen sonst keine Allergien auftreten (z.B. Heuschnupfen), jedoch auf Ambrosia allergisch reagieren werden. Das ist besonders für Asthmatiker eine Gefahr.
Die an allen Pflanzenteilen vorhandenen Haare können bei direktem Hautkontakt je nach Empfindlichkeit Kontaktallergien unterschiedlicher Ausprägung und Schwere hervorrufen. Auffallend ist die zeitliche Verzögerung, mit der Reaktionen auftreten. Nach 20 bis 30 Minuten sind Rötung und Juckreiz nur noch schwer mit dem direkten Kontakt mit Ambrosia in Verbindung zu bringen.
Ziel einer Bekämpfung muß sein, zuerst die Absonderung von Pollen seitens der männlichen Blüten zu verhindern. Zweites Ziel muß sein, jegliche Samenproduktion zu verhindern.
Da die Pflanze bis zur Blütezeit im August etwa 3 bis 4 Monate Aufwuchsphase hinter sich hat, ist eigentlich genug Zeit, die Pflanze bei Einzelvorkommen zu bekämpfen.
Nach Möglichkeit sollten die Pflanzen mit Wurzel ausgerissen werden (Handschuhe!) und über eine sichere Entsorgung (Müllverbrennung) unschädlich gemacht werden. Pflanzen mit Blütenknospen bzw. blühende Pflanzen (Atemschutz!!) auf jeden Fall sicher entsorgen, keinesfalls auf den Kompost werfen.
Da Samen von Ambrosia bis zu 40 Jahre keimfähig sind, ist ein Standort, an dem einmal Ambrosia gefunden wurde, auch in Zukunft zu überwachen. Da Ambrosia von April bis August kontinuierlich keimen kann, sind insbesondere Winterfütterungsplätze über diese ganze Zeit regelmäßig zu kontrollieren.
Weil Ambrosia-Samen mit dem Vogelkot auch außerhalb von Gärten in die freie Landschaft verbracht werden können, sollte man auch bei jedwedem Aufenthalten in freier Landschaft die Augen offen halten.
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