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Eichenprozessionsspinner

eichenprozesspinner.

Seit 2001 vermehrt sich der Eichenprozessionsspinner in besonderem Maße.

 

Dabei handelt es sich um einen graubraunen, 25 mm großen Nachtfalter, der von Ende Juli bis Anfang September fliegt. Die Weibchen legen über 100 gut getarnte Eier an der Unterseite junger Zweige im oberen Bereich der Bäume ab. Anfang Mai schlüpfen dann die samtartig behaarten Raupen. Sie durchlaufen bis zur Verpuppung 5 bis 6 Entwicklungsstufen, wobei sie jedes mal ihre alte Haut abwerfen. Tagsüber und zur Häutung verstecken sich die Raupen in ihren Nestern, die sich am Stamm befinden und aus feinen Fäden gesponnen sind. Die Nester nennt man daher auch Gespinste. Gegen Abend wandern die Raupen von dort aus alle zusammen - wie bei einer Prozession - zur Nahrungssuche in die Baumkronen. Die Verpuppung erfolgt Ende Juni in Kokons innerhalb der Nester. Die Puppenruhe dauert 3 bis 5 Wochen, dann hat sich aus der Raupe der fertige Falter entwickelt.

 

Befallen werden vor allem einzelstehende besonnte Eichen, aber, wie man sie z.B. 2008 auch im Frankfurter Stadtwald sehen konnte, auch ganze Eichenwälder. Der Schaden ensteht durch Fraß der Eichenblätter.

 

Die Haare der Raupen können beim Menschen zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen. Hierzu gehören Haut- und Atemwegsreizungen. Wichtig ist daher, den Kontakt zwischen Mensch und Raupenhaar zu vermeiden.

 

Weiteres in der folgenden Literatur (auch mit Abbildungen):

 

 

•  Informationen des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) 

 

•  Faltblatt des  Ministeriums für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz

   des Landes Nordrhein-Westfalen

 

•  Faltblatt der Biologischen Bundesanstalt (BBA)

 

•  Merkblatt der FVA Baden Württemberg

 

•  .... aus dem Hessischen Landtag - Protokollauszug

 

 

 

 

 

Foto: FVA Baden Württemberg