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Mendel-Mantoux-Test

Intrakutantest nach Mendel-Mantoux

 

Für eine exakte Untersuchung auf Tuberkulose ist der Mendel-Mantoux-Test (international Mantoux-Test geläufiger) in Gebrauch.

Dabei werden 2 TU (tuberculin units) Tuberkulin RT 23 des Statens Institut Kopenhagen (in Deutschland seit September 2005 zugelassen) intrakutan in die oberste Hautschicht (Epidermis) gespritzt.
Nach der Injektion darf die Teststelle nicht gerieben oder übermäßiger UV-Strahlung ausgesetzt werden.

Der Test wird nach frühestens 48 Stunden, besser nach 72 Stunden abgelesen und gilt bei gesunden Tuberkuloseexponierten als Hinweis auf eine Tuberkuloseinfektion, wenn sich eine verhärtete Schwellung (Induration) von mehr als 6 mm Durchmesser zeigt.

Bei immungestörten Kontaktpersonen und Kleinkindern ist der Verdachtsfall auf eine Tuberkuloseerkrankung bereits bei einer Induration ab 5 mm erreicht.
Bei Personen, die BCG-geimpft sind, gilt der Test erst bei einer Induration von mehr als 15 mm als ansteckungsverdächtig. Die nunmehr verfügbaren Interferon-Gamma-Tests können hier zur exakteren Klärung der Frage einer Tuberkuloseinfektion beitragen.

 

Durch die wesentlich genauere Verabreichung der Tuberkulinmenge ist der Mendel-Mantoux-Test zuverlässiger als der in früheren Zeiten gebräuchliche Stempeltest.
Der Test beweist eine durchgemachte Erstinfektion oder eine Impfung.
Den Aktivitätsgrad der Erkrankung kann dieser Test nicht anzeigen.