Bibeln und Kreuze für die Krankenhausseelsorge

Datum: 14.11.2017
Foto zur PM Spende für Bibeln und Kreuze an die Hochtaunus-Kliniken

Hochtaunuskreis. Landrat Ulrich Krebs hat den Seelsorgerinnen der Hochtaunus-Klinik Bad Homburg eine Spende in Höhe von 500 Euro von der Stiftung der Taunussparkasse überreicht. Damit können im Krankenhaus Bibeln und kleine sogenannte Fingerkreuze für Patienten gekauft werden.

„Die Klinikseelsorge ist eine wichtige Aufgabe über religiöse Bekenntnisse hinweg“, sagte Landrat Ulrich Krebs bei der Übergabe der Spende. Die Bibeln und die Kreuze seien Geschenke für Patienten, berichteten die Seelsorgerinnen Christine Walter-Klix, Margit Bonnet und Helgard Kündiger. Sie werden auf Nachfrage an Patienten oder deren Angehörigen weitergegeben. Die Bibeln seien durchaus beliebt, sagen die Seelsorgerinnen, Patienten klopften schon mal im Büro an die Tür und fragten danach. Die Seelsorgerinnen verteilen eine Bibelausgabe der Neuen Genfer Übersetzung in einer modernen, für alle verständlichen Sprache.

Menschen im Krankenhaus sind in einer besonderen Situation, erklären die Seelsorgerinnen. Sie haben viel und wenig Zeit zugleich. Sie seien „überbeschäftigt“ in der Therapie und zugleich gebe es viel Leerlauf, ungefüllte Stunden und Abende, manche Patienten fühlten sich allein. Viele Fragen entstünden in einer solchen Zeit. Die Seelsorgerinnen stehen für Gespräche zur Verfügung, völlig unabhängig von der religiösen Orientierung der Patienten.

Ein beliebtes Geschenk an die Patienten ist auch ein kleines Kreuz aus weichem, hellem Holz, das mit seinen etwa neun mal sechs Zentimetern gut in die Hand eines Menschen passt. „Wie ein Handschmeichler“, erklärt Seelsorgerin Margit Bonnet. Manche Patienten hielten sich zum Trost daran fest, erklärt Helgard Kündiger. Mitunter werde das Kreuz auch den Angehörigen eines Verstorbenen nach der Aussegnung mitgegeben, sagt Christine Walter-Klix.

Die Kreuze ähneln sich, aber keines ist wie das andere. Sie werden in einem Projekt von Gefangenen der JVA in Frankfurt –Preungesheim in Handarbeit gefertigt, berichten die Seelsorgerinnen.

In den Hochtaunus-Kliniken in Bad Homburg und in Usingen gibt es Krankenhauskapellen sowie Gebetsräume für Muslime und überkonfessionelle Räume der Stille. Die Krankenhausseelsorge steht allen Patienten zur Verfügung. Auf Wunsch vermitteln die Seelsorger der beiden großen christlichen Konfessionen auch Kontakt zu einem muslimischen Klinikseelsorger.

 

 

zurück