Gemeinschaftsunterkunft „altes Krankenhaus“ in Usingen schließt

Datum: 11.05.2018

In der Gemeinschaftsunterkunft „altes Krankenhaus“ in Usingen haben rund 300 Menschen in den vergangenen 4 Jahren ein neues Zuhause auf Zeit gefunden. Zum 30. September 2018 wird die damals vorübergehend eingerichtete Unterkunft geschlossen. „Das Gebäude wurde von Anfang an nur als Übergangslösung befristet genehmigt. Daher steht jetzt die Schließung an“, erklärte Kreisbeigeordnete und Sozialdezernentin Katrin Hechler.

In der Usinger Gemeinschaftsunterkunft leben derzeit rund 112 Flüchtlinge, die nun bis Ende September je nach Aufenthaltsstatus in eine eigene Wohnung ziehen oder anderen Gemeinschaftsunterkünften des Kreises zugewiesen werden. 107 Menschen sind bereits in eine eigene Wohnung gezogen. In den vergangenen Jahren sei es dank der Caritas und auch der Hilfsbereitschaft vieler Usinger gelungen, „allen Geflüchteten eine Unterkunft zu geben, ohne das Massenunterbringungen wie große Hallen oder Container dafür genutzt werden mussten“, sagte Katrin Hechler. Der Umzug der bestehenden Bewohner solle „so sozial-verträglich wie möglich vonstattengehen und wir versuchen, die Bewohner nach Ethnien, Nationen, Religionen sowie Bindungen der betroffenen Kinder so passend wie möglich unterzubringen. Jetzt gilt es für die anerkannten Flüchtlinge eine Wohnung auf dem freien Wohnungsmarkt zu finden.

Die Sozialdezernentin nutzt die Gelegenheit um der Caritas und allen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, die die Integrationsarbeit vor Ort in den letzten Monaten maßgeblich positiv beeinflusst haben, zu danken. So wurden von den Lotsen Nähkurse, Deutschkurse, Ausfüllhilfe bei Anträgen, Begleitung der Bewohner, Gruppenausflüge und ein Willkommenscafé angeboten. An Veranstaltungen gab es Weihnachtsfeiern, Sommerfeste, Projektwochen und ein Fußballturnier im Rahmen der interkulturellen Woche. Die Caritas wird auch in Zukunft die ehrenamtlichen Lotsen in Usingen weiter unterstützen.

Ziel des Landkreises wird es weiterhin bleiben, die Aufenthaltsdauer in den Gemeinschaftsunterkünften so kurz wie möglich zu halten.

 

 

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