Polizeidirektion Hochtaunus und Landrat stellen Kriminalstatistik 2016 vor:

Datum: 19.04.2017
Höchste Aufklärungsquote seit 10 Jahren, Hochtaunuskreis zählt zu sichersten Landkreisen in Hessen
Kriminalstatistik

Die Aufklärungsquote von Straftaten hat im Hochtaunuskreis im Jahr 2016 einen neuen Höchststand seit 10 Jahren erreicht. Dies geht aus der Polizeilichen Kriminalstatistik der Polizeidirektion Hochtaunus hervor, die Landrat Ulrich Krebs, die Polizeidirektion Hochtaunus, Kriminaldirektorin Antje van der Heide und Kriminaloberrat Viktor Lekic im Rahmen einer Pressekonferenz vorgestellt haben. Demnach verzeichnete die Polizei eine Aufklärungsquote von 58,8 Prozent und konnte die Aufklärungsquote um 2,1 Prozent steigern. „Die guten Ergebnisse für das Jahr 2016 sind sehr erfreulich und belegen einmal mehr das hohe polizeiliche Engagement zur Bekämpfung der Kriminalität im Hochtaunuskreis“, sagte Ulrich Krebs und dankte allen Bediensteten und Beamten für die erfolgreiche Arbeit.

Aus der Kriminalstatistik ist zu entnehmen, dass im vergangenen Jahr 10.834 Straftaten begangen wurden. Dies entspricht 429 Fälle (3,8 Prozent) weniger als im vorherigen Jahr und erreicht somit die höchste Aufklärungsquote seit 10 Jahren. Somit konnte der positive Trend des Vorjahres, in dem ebenfalls ein Rückgang (-590 Fälle) in Vergleich zu 2014 festzustellen war, fortgesetzt werden.

Positiv zu bewerten ist laut der Statistik auch die Entwicklung bei der Häufigkeitszahl. Hier ging der statistische Wert zurück: von 4.880 auf 4641 Straftaten pro 100.000 Einwohner. Hessenweit beträgt die Zahl 6672. „Der Hochtaunuskreis zählt somit nach wie vor zu den sichersten Landkreisen in Hessen“, sagte Ulrich Krebs.

Kriminaldirektorin Antje van der Heide fügt hinzu, dass zudem die Aufklärungsquote gegenüber dem Vorjahr nochmals gesteigert wurde. Die Quote liegt über dem Zehn-Jahres-Durchschnitt und sei „ein großartiges Ergebnis“. Häufigste Straftat im Landkreis bleibt auch im Jahr 2016 die Sachbeschädigung, dicht gefolgt vom Warenkreditbetrug. An dritter Stelle folgt der Diebstahl aus Wohnungen, der mit insgesamt 664 Straftaten 46 Fälle weniger als im Vorjahr verzeichnete. Hier konnte leider die sehr gute Aufklärungsquote aus 2015 mit 42,0 Prozent im Jahre 2016 mit 21,8 Prozent nicht erreicht werden. Die Zahl der Körperverletzungen stieg leicht an.

Von Flüchtlingen und Zuwanderern wurden nach Polizeiangaben insgesamt 377 Straftaten begangen; 327 Verstöße waren ohne so genannten ausländerrechtlichen Hintergrund. Dies bedeutet, es wurden Straftaten herausgerechnet, die nur Ausländer begehen können – etwa Verstöße gegen das Aufenthaltsgesetz. Bei den 327 von Zuwanderern begangen Verstößen handelte es sich vor allem um Körperverletzungen, Ladendiebstähle und Leistungs- und Beförderungserschleichungen. Die meisten der Körperverletzungen fanden im Umfeld der Zuwanderer selbst statt. Nur 34 der im Zuwanderungskontext verzeichneten Opfer waren deutscher Nationalität.

Die Polizeidirektion Hochtaunus hebt zudem die wichtige Bedeutung der präventiven Maßnahmen zur Vorbeugung hervor, die auf den Weg gebracht wurden. Strategien wie zum Beispiel die gezielten Fahndungs- und Kontrollmaßnahmen, die öffentlichkeitswirksamen Aktionen und die zahlreichen Informationsveranstaltungen tragen dazu bei, dass die Sicherheit im Landkreis weiter ansteigt und haben sich bereits auf die Statistik ausgewirkt. Ein weiterer Kernpunkt stellt für die Polizei die Aufklärung von Senioren dar, um Betrügereien zum Nachteil älterer Menschen zu erschweren und zu verhindern.

 

 

 

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