Rhein-Main Abfall GmbH senkt Entsorgungskosten - Kommunen sparen 26,50 € pro Tonne Abfall

Datum: 18.05.2017
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Hochtaunus. Ab 1. Januar 2018 müssen die entsorgungspflichtigen Gebietskörperschaften der Rhein-Main Abfall GmbH (RMA), die es über ihre Abfallsatzungen wiederum an ihre Städte und Gemeinden weitergeben, für die Entsorgung einer Tonne Hausmüll statt 239,50 Euro nur noch 213 Euro zahlen.

So sieht es die gemeinsame Beschlussempfehlung der RMA-Geschäftsführung mit den Gesellschaftervertretern der Rhein-Main-Abfall GmbH mit Sitz in Offenbach für die am Dienstag, 30. Mai, stattfindende Aufsichtsratssitzung der Gesellschaft vor.

Nach sieben Jahren Gebührenstabilität können die Gesellschafter nun 11,16 Prozent der Entsorgungskosten sparen. Die RMA koordiniert die Abfallentsorgung für 41 Kommunen im Rhein-Main Gebiet mit zusammen etwa 1,7 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern. Angeschlossen sind die kreisfreien Städte Frankfurt am Main, Offenbach am Main, der Hochtaunuskreis, der Main-Taunus-Kreis, der Kreis Offenbach sowie die Stadt Maintal.

Die Gebührensenkung gilt für mehr als 300.000 Tonnen Hausmüll, Sperrmüll, hausmüllähnliche Gewerbeabfälle sowie gemischte Bau- und Abbruchabfälle. Für die Kommunen verbilligt sich zudem die Entsorgung von Straßenkehricht und Kanalreinigungs-, Sieb- und Rechenrückständen.

 Die RMA konnte die Entsorgungsentgelte seit 2009 stabil halten, obwohl die Menge an andienungspflichtigen kommunalen Abfällen in dieser Zeit um etwa 16 Prozent sank, vorallem durch die Einführung der flächendeckenden Bioabfallsammlung. „Wir haben hierfür frühzeitig die Weichen gestellt und die Verbrennungskapazitäten der tatsächlichen Abfallmengenentwicklung angepasst“, sagt der Vorsitzende des Aufsichtsrats, der Erste Kreisbeigeordneter des Hochtaunuskreises, Uwe Kraft. So sind die Kapazitäten im

 Müllheizkraftwerk Offenbach von 140.000 auf 50.000 Jahrestonnen reduziert worden. Krafts Stellvertreterin, Frankfurts Umweltdezernentin Rosemarie Heilig, lobte auch die sorgfältige Betriebsführung der Betreiber der Müllheizkraftwerke Offenbach (EVO AG) und Frankfurt

(MHKW GmbH). „Die RMA musste hierdurch weit weniger Geld für Betriebsstillstände in den beiden Verbrennungsanlagen ausgeben als eingeplant.“ Des Weiteren müssen ab 2018, da sie finanziell komplett abgewickelt sind, auch keine Rückstellungen für die Nachsorge der Altdeponien mehr gebildet werden

 Kraft und Heilig hoben hervor, dass alle angeschlossenen Kommunen von der Zusammenarbeit in der RMA profitieren. „Die RMA ermöglicht eine langfristige, professionelle Planung: Niemand bleibt auf Überkapazitäten sitzen oder sieht sich mit plötzlichen Entsorgungsnotständen konfrontiert.“ Die beiden Aufsichtsratsvorsitzenden danken den Mitgliedskommunen, dass sie sich bereits 2012 zu einer Fortführung der interkommunalen Zusammenarbeit über das Jahr 2018 hinaus verpflichtet hatten. Hierdurch konnte der Finanzierungszeitraum für die abgeschlossene Sanierung des Müllheizkraftwerkes Frankfurt um fünf Jahre bis 2023 verlängert werden.

 

 

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