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| 06.01.2011 14:38 |
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Hochtaunuskreis. Mit seinem Männer-Kammerchor hat er den Deutschen Chorwettbewerb gewonnen, er ist als Dirigent der „Camerata Limburg“ 1. Preisträger des Deutschen Chorwettbewerbes und er übernimmt die Leitung des Jugendchor Hochtaunus: Jan Schumacher. „Seine Erfahrung ist für unseren zukünftigen Jugendchor Hochtaunus ein Glücksfall. Jan Schumacher ist selbst von Jugend an Sänger, zunächst bei den Limburger Domsingknaben, dann im Landesjugendchor Rheinland-Pfalz und anderen namhaften Chören Deutschlands. Von ihm können die Jugendlichen profitieren“, ist sich Landrat Ulrich Krebs, Vorstandsvorsitzender der Johann-Isaak-von-Gerning-Stiftung - Stiftung für Kunst und Kultur im Hochtaunuskreis, sicher.
Vom Erfolg des Projektes „Jugendsinfonieorchester Hochtaunus“ angespornt, startet die Johann-Isaak-von-Gerning-Stiftung gemeinsam mit dem Sängerkreis Hochtaunus ihr zweites Projekt: Den Jugendchor Hochtaunus. „Nach wie vor sind Anmeldungen möglich und wir freuen uns, wenn viele Jugendliche Gefallen an unserem Projekt finden“, so Krebs. Die „Mannschaft“ muss also erst noch zusammengestellt werden und das soll am 19., 20., 26. und 27. Februar geschehen, wenn Chorleiter Schumacher und die Jury bei einem Vorsingen die Bewerber anhören. Schumacher ist dabei vor allem der Klang der Stimme wichtig, denn aus den einzelnen Stimmen setzt sich der Klangkörper zusammen, den er zu einem homogenen und leistungsstarken Ensemble formen möchte. „Die Einheit des Klanges kann nur entstehen, wenn eine menschliche Zusammengehörigkeit entsteht. Ich freue mich auf diese Arbeit“, so Schumacher. Junge Menschen zwischen 14 und 25 Jahren sind angesprochen, besonders aber möchte Schumacher gute Männerstimmen aktivieren und fördern: „Im Hochtaunuskreis gibt es solche Talente. Sie sind nur noch nicht entdeckt.“ Schumacher erläutert weiter, wie wichtig es ist, eine stabile Gesangstechnik zu beherrschen, um den natürlichen Stimmklang ohne falsche Kraftanstrengung zu entfalten. So konnten mit Laurie Reviol und Gabriele Zimmermann zwei erfolgreiche Sängerinnen und erfahrene Dozentinnen der Musikhochschule Frankfurt gewonnen werden, die Schumacher in der Arbeit mit dem Chor unterstützen.
Ist der Chor zusammengestellt, trifft er sich zu einer Arbeitsphase vom 7. bis 13. Juni in Mauloff. Drei Konzerte sollen die Arbeitsphase beschließen: Am 13. Juni in der Evangelischen .Kirche Usingen, am 14. Juni im Vordertaunus (hier steht der Ort noch nicht fest) und am 19. August in der Kirche St. Marien in Bad Homburg v. d. Höhe.
„Mit dem Jugendchor verfolgen wir zwei Ziele: zum einen möchten wir zeigen, welch hervorragende musikalische Arbeit hier im Kreis mit Jugendlichen geleistet wird. Zugleich wollen wir diese Arbeit mit dem Jugendchor befruchten, indem unsere Chorsängerinnen und Chorsänger die Erfahrungen, die sie in der Probenwoche sammeln, in ihre Ensembles zurücktragen“, wirbt Landrat Krebs um Sängerinnen und Sänger.
Infos Chor: Wer kann sich bewerben: Jugendliche im Alter zwischen 14 und 25 Jahren, die im Hochtaunuskreis wohnen bzw. hier zur Schule gehen oder Musikunterricht haben, Vorsingen: 19., 20., 26. und 27. Februar 2011 Dauer: rund zehn Minuten (ein schnelleres und ein langsameres Stück) Anmeldeformulare: Hochtaunuskreis, Fachbereich Kultur (Telefonnummer: 06172 999-4610, kultur@hochtaunuskreis.de) oder im Internet unter www.hochtaunuskreis.de, Stichwort Jugendchor Hochtaunus oder 0160 94870783, Veronika Bauer - Chormanagement, jugendchor-hochtaunus@gmx.de
Anmeldeschluss: 31. Januar 2010. Notenausgabe: April 2011 für die einzelnen Stimmen Probenphase: 7. bis 13. Juni in Mauloff Konzerte: 13. Juni 2011, 14. Juni 2011, 19. August 2011
Infos Jan Schumacher: * 1980 Er studierte nach Schulmusik und Germanistik Chorleitung bei Wolfgang Schäfer in Frankfurt. Nach vielen Meisterkursen und Gastdirigaten (z.B. im LJC Rheinland-Pfalz) und nationalen und internationalen Engagements ist er neben seinen eigenen Chören in vielen Gremien und Jurys musikalisch unterwegs, besonders engagiert als Vorstandsmitglied des größten Chorverbandes in Europa „Europa Cantat“.
Hintergrund Johann-Isaak-von-Gerning-Stiftung:
Die Stiftung wurde 2008 als Stiftung für Kunst und Kultur im Hochtaunuskreis gegründet. Vorstandsvorsitzender ist Landrat Ulrich Krebs. Ein Kuratorium berät über die inhaltliche Ausgestaltung. Erklärtes Ziel ist es, Privatpersonen, Unternehmen und Institutionen durch die Möglichkeiten, die eine Stiftung bietet, aktiv in die Kulturarbeit einzubeziehen. So sollen Zustifter und Unterstützer aus Wirtschaft und Gesellschaft gewonnen werden, um ihre Arbeit nach dem Vorbild von Bürgerstiftungen auf eine möglichst breite gesellschaftliche Basis zu stellen. Der Hochtaunuskreis hat das Grundkapital von 560.000,- Euro zur Verfügung gestellt. Ansprechpartner ist Gregor Maier, Leiter des Fachbereiches Kultur im Hochtaunuskreis (Tel. 06172 999-4600 oder gregor.maier@hochtaunuskreis.de). Informationen gibt es unter www.hochtaunuskreis.de/kultur.
Namensgeber der Stiftung ist der Gelehrte und Dichter Johann Isaak von Gerning (1767-1837), der dem heutigen Kreisgebiet in besonderer Weise verbunden war. Er kann als einer der Väter des Namens „Taunus“ gelten. In seinem Lehrgedicht „Die Heilquellen am Taunus“ (1813), das dem Landgrafen von Hessen-Homburg gewidmet ist, unternimmt der Autor eine imaginäre gelehrte Reise durch den Taunus; er trug dadurch wesentlich zur Durchsetzung des Namens „Taunus“ statt der hergebrachten „Höhe“ bei. Gerning erwarb sich auf zahlreichen Feldern des kulturellen Lebens - Literatur, bildender Kunst, Geschichte, Altertumskunde, Landeskunde - große Verdienste.
Das erste größere Projekt, das die Johann-Isaak-von-Gerning-Stiftung verwirklicht hat, war die Gründung des Jugend-Sinfonie-Orchesters Hochtaunus, das 2010 erstmals zusammentrat. An dieses Engagement der musikalischen Nachwuchsförderung knüpft das neue Projekt des Jugendchors Hochtaunus an. |
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