AIDS-Beratungsstelle: Jahresbericht 2009-2010 zeigt weiterhin steigende Beratungsleistung
| 08.09.2011 09:30 |
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Hochtaunuskreis. 403 Mal nahmen Bürgerinnen und Bürger im Jahr 2009 die Beratungsleistung der AIDS-Beratungsstelle im Hochtaunuskreis in Anspruch, 2010 waren es 414. Damit ist die Zahl weiter steigend (2008: 344). Sie setzt sich aus der telefonischen und der persönlichen Beratung sowie aus Nachberatungen nach Testungen zusammen. Die Zahlen gehen aus dem Jahresbericht 2009-2010 der AIDS-Beratungsstelle des Fachbereichs Gesundheitsdienste des Hochtaunuskreises hervor. „Ein wesentlicher Bestandteil der Beratungstätigkeit ist und bleibt das persönliche Gespräch. Sosehr auch die Informationen über die Krankheit in den verschiedenen Medien gestreut werden: es bleibt bei vielen Ratsuchenden dennoch die Frage nach ihrem persönlichen Risiko“, erläutert Erster Kreisbeigeordneter Dr. Wolfgang Müsse.
Bei fast allen Klienten, die den Weg in die Beratungsstelle finden, kommt es zur Blutabnahme und Testung. So weist der Bericht für das Jahr 2009 134 persönliche Gespräche und 132 Testungen, für das Jahr 2010 123 persönliche Gespräche und 122 Testungen aus. Keiner der Tests wies ein positives Ergebnis aus.
Unter den 132 Personen, die sich im Jahr 2009 einem Aids-Test unterzogen, lag der Anteil der Frauen bei 47 Prozent (62 Personen). Die Männer waren wie in den Jahren zuvor mit 53 Prozent (70 Personen) in der Mehrzahl. Der Altersschwerpunkt lag zwischen 20 und 39 Jahren. 120 Personen hatten die deutsche Staatsangehörigkeit, 12 eine andere. Die Zahlen für 2010 stellen sich wie folgt dar: von den 122 Tests entfallen 40,2 Prozent auf Frauen (47 Personen) und 59,8 Prozent auf Männer (73 Personen). Der Altersschwerpunkt blieb gleich, 110 Personen hatten die deutsche Staatsangehörigkeit, 12 eine andere.
Die Mehrzahl der Personen, die die Beratungsstelle für einen Test aufsuchen, stammte aus dem Kreisgebiet: 2009 waren es 77,3 Prozent Kreisangehörige, 2010 82,8 Prozent. Gesundheitsdezernent Dr. Müsse weist in diesem Zusammenhang noch einmal darauf hin, dass die Kontaktaufnahme auf Wunsch anonym geschieht und in deutscher und in englischer Sprache möglich ist.
Die Hauptmotive zur Durchführung eines HIV-Testes sind seit Jahren „neu beginnende Partnerschaft“, die Angst, sich nach „sexuellen Handlungen ohne Schutz“ angesteckt zu haben oder die reine Information. Auch 2009 blieb die „neu beginnende Partnerschaft“ das Hauptmotiv für den Test (2009:43%), gefolgt von „informativ“ (2009:36%) und „sexuelle Handlungen ohne Schutz“ (11%). 2010 lag das Hauptmotiv „neu beginnende Partnerschaft“ bei 59 Prozent. Die Testgründe „sexuelle Handlungen ohne Schutz“ (28%) und „informativ“ (23%) tauschte die Plätze.
Aus den vorliegenden Beratungszahlen und den Zahlen über Neuinfektionen in Hessen (2009:225, 2010:240) und der Bundesrepublik (Ende 2009:3.000) zieht Dr. Müsse folgenden Schluss: „Das Thema AIDS muss in der Öffentlichkeit eine Rolle spielen. Es bleibt wichtig, die Bevölkerung und dort gerade auch die jungen Menschen über die Risiken der Krankheit aufzuklären.“ Daher führe die AIDS-Beratungsstelle am Welt-AIDS-Tag eine Informationsveranstaltung durch. Die AIDS-Beratungsstelle des Hochtaunuskreises ist zudem hessenweit gut vernetzt.
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AIDS-Beratungsstelle des Fachbereichs Gesundheitsdienste des Hochtaunuskreises Ludwig-Erhard-Anlage 1-5 61352 Bad Homburg v. d. Höhe Telefon 06172 999-5888. Telefonische Beratungen: montags bis donnerstags 14 - 16 Uhr Antikörpertest nach vorheriger telefonischer Absprache
Informationen im Internet:
Hochtaunuskreis www.hochtaunuskreis.de / Suchbegriff: AIDS
Universitätskliniken Frankfurt am Main, Infektionsambulanz www.kgu.de
Aidshilfe Frankfurt am Main www.frankfurt.aidshilfe.de
Bundeszentrale für Gesundheitliche Aufklärung, Köln
Deutsche AIDS-Stiftung, Bonn
Deutsche AIDShilfe e.V.
Robert-Koch-Insitut, Berlin |






