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| 09.06.2009 17:26 |
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Hochtaunuskreis. 242 Mal nahmen Bürgerinnen und Bürger im Jahr 2008 die Beratungsleistung der AIDS-Beratungsstelle im Hochtaunuskreis in Anspruch. Damit stieg die Zahl zum ersten Mal seit Gründung der Beratungsstelle im Jahr 1992 an. 2007 machten 131 Personen von der telefonischen und persönlichen Beratung Gebrauch. Diese Zahlen gehen aus dem Jahresbericht 2007-2008 der AIDS-Beratungsstelle des Fachbereichs Gesundheitsdienste im Hochtaunuskreis hervor.
Bei fast allen Klienten, die den Weg in die Beratungsstelle finden, kommt es zur Blutabnahme und Testung. So weist der Bericht für das Jahr 2007 89 persönliche Gespräche und 84 Testungen, für das Jahr 2008 109 persönliche Gespräche und ebenso viele Testungen aus. Zwei Personen wurden 2007 HIV-positiv getestet. Unter den 84 Personen, die sich im Jahr 2007 einem Aids-Test unterzogen, waren gut 14 Prozent Ausländer, der Anteil der Frauen belief sich auf 39 Prozent (33 Personen). Die Männer waren wie in den Jahren zuvor mit 61 Prozent (51 Personen) in der Mehrzahl. Der Altersschwerpunkt lag zwischen 20 und 49 Jahren. Die Zahlen für 2008 stellen sich wie folgt dar: 109 Tests mit einem Ausländeranteil von 10 Prozent. Es ließen sich 40 Frauen (37%) und 69 Männer (63%) testen. Die Mehrzahl der Personen, die die Beratungsstelle für einen Test aufsuchen, stammte aus dem Kreisgebiet: 2007 waren es 67,8 Prozent Kreisangehörige, 2008 77,9 Prozent. Gesundheitsdezernent Dr. Müsse weist in diesem Zusammenhang noch einmal darauf hin, dass die Kontaktaufnahme auf Wunsch anonym geschieht und in deutscher und in englischer Sprache möglich ist.
Die Hauptmotive zur Durchführung eines HIV-Testes waren 2007 "neu beginnende Partnerschaft (31 %) oder die Angst, sich nach "sexuellen Handlungen ohne Schutz" angesteckt zu haben (24 %). 22 Prozent nennen "informativ" als Grund. Auch 2008 blieb die "neu beginnende Partnerschaft das Hauptmotiv für den Test (31 %). Allerdings wechselten die Testgründe "informativ" (36%) und "sexuelle Handlungen ohne Schutz" (22%) die Plätze.
Für eine Entwarnung sieht der Erste Kreisbeigeordnete aus verschiedenen Gründen auch bei der Vorlage dieses Jahresberichtes keinen Anlass. Etwa 240 Menschen haben sich in Hessen im vergangenen Jahr neu mit HIV infiziert, für die gesamte Bundesrepublik wurden 3.000 Neuinfektionen (Stand: Ende 2007) ausgewiesen. "Es ist wichtig, das Thema AIDS nicht klein zu reden, sondern die Bevölkerung, gerade aber auch die jungen Menschen über die Risiken der Krankheit aufzuklären", betont Dr. Müsse. So führte die AIDS-Beratungsstelle sowohl am Welt-AIDS-Tag als auch in Einzelaktionen an Schulen Informationsveranstaltungen durch. Die AIDS-Beratungsstelle des Hochtaunuskreises ist zudem hessenweit gut vernetzt.
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