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Bündnis „Girls go Technic“ auf den Weg gebracht, Vermittlungsstelle wird beim Kreis eingerichtet


01.12.2009 14:38

Hochtaunuskreis. "Junge Frauen für technische Berufe zu begeistern und ihnen die Möglichkeit zu geben, Berufsfelder kennenzulernen, denen sie sich nicht automatisch nähern, muss unsere Aufmerksamkeit und unser Interesse gelten", so Landrat Ulrich Krebs. Mit diesen Worten unterstützt er die Initiative der Frauenbeauftragten im Hochtaunuskreis, das Bündnis "Girls go Technic" zu gründen.

 

Eine von den Frauenbeauftragten initiierte Befragung von über 1700 Mädchen der weiterführenden Schulen im Hochtaunuskreis zeigte, dass Mädchen Ermutigung sowie Vorbilder benötigen, um den Weg in immer noch typische Männerberufe gehen zu können.

 

Im Rahmen des Herbstvortrags der Frauenbeauftragten Anfang November, der unter dem Motto "Girls go Technic? Wunsch und Wirklichkeit in Schule und Wirtschaft" stand, wurde sowohl von Seiten der Schule und seitens der Wirtschaft Konzepte vorgestellt, Mädchen an naturwissenschaftliche und technische Berufe heranzuführen. Es zeigte sich jedoch ebenfalls, dass noch Handlungsbedarf besteht.

 

So unterbreiteten die Frauenbeauftragten den Vorschlag der Gründung eines Bündnisses, bestehend aus Schule, Wirtschaft, Elternschaft, Schülerschaft, Institutionen, Fachhochschule und konnten 22 Mitstreiterinnen und Mitstreiter gewinnen.

 

"Die Bündnispartner werden nun gemeinsam mit den Frauenbeauftragten und dem Fachbereich Schule des Hochtaunuskreises Konzepte erarbeiten und die Vernetzung vorantreiben", berichtet Krebs. "In einem ersten Schritt wird der Fachbereich Schule gemeinsam mit interessierten Schulen und Unternehmen eine Vermittlungsstelle konzipieren und einrichten", so Krebs weiter. Über diese Vermittlungsstelle sollen unter anderem Praktikumsplätze und -gesuche zusammengebracht werden, aber auch Informationsbedürfnisse von Firmen und Schulen erkundet und gedeckt werden.

 

Diese Vermittlungsstelle werten die Frauenbeauftragten als einen wichtigen Baustein zur Erreichung des Ziels des Bündnisses, Jugendlichen jenseits geschlechtsspezifischer Rolleneinschränkungen eine individuelle, geschlechtsunabhängige Entwicklung zu ermöglichen und so die Voraussetzungen für bessere Berufschancen zu schaffen.

 

Der erste Termin des Bündnisses ist für den 2. Februar 2010 im Rathaus Bad Homburg v. d. Höhe, 1. Stock, Sitzungszimmer 120 um 16.30 Uhr vorgesehen. Die Frauenbeauftragten laden alle Interessierten herzlich zu diesem Treffen ein. Informationen können erfragt werden bei:

Gaby Pilgrim (Frauenbeauftragte der Stadt Bad Homburg v. d. Höhe) 06172 / 100 1022

Walburga Kandler (Frauenbeauftragte der Stadt Friedrichsdorf) 06172 731303

Heike Stein (Stadt Kronberg) 06173 703 1150

 

Die vollständige Auswertung der Ergebnisse der Umfrage sowie die Zusammenfassung des Herbstvortrages können auf der Internetseite des Hochtaunuskreises unter dem Suchbegriff "Frauenbeauftragte", Auswahl "Publikationen" eingesehen werden.