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Babyklappe an den Hochtaunus-Kliniken


07.05.2009 15:41

(Pressemitteilung der Hochtaunus-Kliniken) 

 

Auch im Hochtaunuskreis gibt es ab jetzt eine Babyklappe, an der Eltern ein Neugeborenes anonym zur Adoption freigeben können. Am gestrigen Mittwoch wurde die Babyklappe an den Hochtaunus-Kliniken im Rahmen einer Sitzung des Jugend- und Sozialausschusses des Kreistages ihrer Bestimmung übergeben. Der Ausschuss hatte im Juni 2007 beschlossen, eine solche Babyklappe einzurichten.

 

An der Babyklappe können Eltern ihr Neugeborenes, das sie nicht behalten können oder wollen, unbeobachtet und anonym abgeben. Nachdem die Eltern das Baby in der Klappe abgelegt haben, erhält das Pflegepersonal der Klinik unmittelbar ein Signal und nimmt sich des Kindes an. Babyklappen gibt es bereits in mehreren deutschen Städten. Sie sollen Neugeborene davor schützen, getötet oder ausgesetzt zu werden.

 

Parallel zur Einrichtung der Babyklappe war geprüft worden, ob an den Hochtaunus-Kliniken die Möglichkeit der vertraulichen Geburt geschaffen werden kann. Auch dieses Hilfsangebot werden die Hochtaunus-Kliniken künftig einrichten. Peter Ruf, Geschäftsführer und Pflegedienstdirektor der Kliniken, erklärte hierzu: "Das Angebot der vertraulichen Geburt versucht die Frauen bereits während der Schwangerschaft zu erreichen. Damit soll die medizinische Versorgung von Mutter und Kind während der Geburt gesichert werden. Die Mutter hat die Möglichkeit, im Krankenhaus anonym zu bleiben, kann ihre Daten jedoch an einer vertrauenswürdigen Stelle hinterlegen. So kann das Kind mit dem Erreichen des gesetzlich vorgeschriebenen Mindestalters von 16 Jahren nach seinen Wurzeln suchen, wenn es diesen Wunsch hat."

 

Die Sozialdezernenten von Stadt und Kreis, Oberbürgermeisterin Ursula Jungherr und Erster Kreisbeigeordneter Wolfgang Müsse, lobten die Babyklappe als gelungenes Gemeinschaftsprojekt von Klinik, Stadt und Kreis.

 

Sowohl bei Einrichtung und Betrieb der Babyklappe als auch bei der vertraulichen Geburt arbeiten die Hochtaunus-Kliniken eng mit dem Jugendamt der Stadt Bad Homburg sowie mit der Beratungsstelle für Mädchen und Frauen der Arbeiterwohlfahrt zusammen.

 

 

Foto (von links): Oberbürgermeisterin Dr. Ursula Jungherr, Pflegedienstdirektor Peter Ruf, Erster Kreisbeigeordneter Dr. Wolfgang Müsse

 


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