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| 04.06.2010 09:47 |
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Hochtaunuskreis. Anfang Juli rollen die Bagger an der Grundschule „Am Hasenberg“ in Neu-Anspach. Der Kreisausschuss des Hochtaunuskreises hat in seiner vergangenen Sitzung den Auftrag für die Rohbauarbeiten zum Bau des Betreuungszentrums mit Mensa und einigen Fachräumen gegeben. „Das Betreuungsangebot im Hochtaunuskreis nimmt in Hessen eine Vorreiterrolle ein“, freut sich Krebs. „Mit unseren Betreuungszentren werden die Schulen neben reinen Lernräumen auch zu Lebensräumen für Kinder, in denen die kindlichen Bedürfnisse aufgegriffen werden“, erläutert der Landrat das Konzept und freut sich, dass dieses nun auch an der Grundschule „Am Hasenberg“ umgesetzt werden kann. So wird in den kommenden rund 16 Monaten Bauzeit im Süden des Grundstücks auf der Grünfläche zwischen dem bestehenden Gebäude und dem Bolzplatz der Anbau entstehen. Der Hochtaunuskreis investiert 8,35 Mio. Euro in diese Baumaßnahme. Im Erdgeschoss des Gebäudes werden die ca. 250 m² große Mensa mit dem Küchentrakt sowie Lagerraum und Toilettenanlagen untergebracht. Ebenso befinden sich dort der Bewegungsraum des Betreuungszentrums mit einer Größe von 90 m², ein Außengeräteraum sowie die Hausmeisterwerkstatt. Im Obergeschoss entstehen die vier Betreuungsgruppenräume von je 60 m² Größe mit jeweils zugeordneten Intensivräumen, ein Personalaufenthaltsraum mit Teeküche sowie die dazugehörigen Sanitärräume für die Betreuungskräfte und die Kinder. Weiterhin entstehen im Obergeschoss die Schülerbücherei, der EDV Raum und ein zwischen diesen beiden Räumen angeordneter Kombiraum. „Auch dem Bewegungsdrang der Kinder werden wir Rechnung tragen und das Außengelände ergänzen“, berichtet Krebs. So setzt sich die bereits bestehende Böschung zwischen Schule und Schulhof im Bereich des Betreuungszentrums fort und wird durch eine Sitzstufenanlage sowie Spielböschung mit Hangrutsche und Klettermöglichkeiten ergänzt. Zudem wird der gepflasterte Schulhof erweitert und die Fläche vor der Sporthalle mit Spielgeräten sowie einer Laufbahn ergänzt. Landrat Krebs stellt noch einmal die Vorteile der Betreuungszentren an Schulen heraus: „Durch das ‚Betreuungszentrum Schule‘ findet eine ganztägige Betreuung unter einem Dach statt. Dies schafft Synergieeffekte. So müssen die Kinder nach dem Unterricht keine langen Wege zurücklegen, Fachräume der Schule können am Nachmittag und in den Ferien mitgenutzt werden und eine Kooperation zwischen dem Betreuungspersonal und den Lehrkräften ist leichter möglich. Der Hochtaunuskreis spielt mit diesem Konzepte eine Vorreiterrolle im Vergleich mit anderen Landkreisen.“ Die flächendeckende, zuverlässige Versorgung der Kinder bis in den späten Nachmittag hinein, lasse die Vereinbarkeit von Familie und Beruf Wirklichkeit werden. „2010 sind im Haushalt rund 30 Millionen Euro für den Neubau von Betreuungszentren bzw. Ganztageseinrichtungen an Grundschulen und weiterführenden Schule vorgesehen. Oder anders aufgedrückt, es fließen in diesem Jahr etwa ein Fünftel der Schulbauinvestitionen in die Betreuung“, so der Landrat. Das Ziel des Kreises, in jeder der 13 Städte und Gemeinden des Hochtaunuskreises in Zukunft mindestens ein hortähnliches Betreuungsangebot vorzuhalten, wird innerhalb der nächsten drei Jahr verwirklicht. Vielfach gelingt es sogar an mehreren Grundschulen einer Kommune die Errichtung und den Betrieb von Betreuungszentren umzusetzen. Im Betreuungszentrum der Grundschule „Am Hasenberg“ wird– wie in allen Grundschulen mit Betreuungszentrum - das hortähnliche Angebot zeitlich an den Vormittagsunterricht der Schule anknüpfen und eine Betreuungszeit bis ca. 17.00 Uhr abdecken. 75 Kinder werden in 3 Gruppen betreut. Das Angebot ist kostenpflichtig und beinhaltet ein warmes Mittagessen, Hausaufgabenbetreuung und Freizeitaktivitäten. Diese Angebotspalette wird in einzeln abzurechnenden Modulen angeboten, die sich die Erziehungsberechtigten je nach Bedarf zusammenstellen können. Der Hochtaunuskreis ist Träger des Betreuungsangebotes und beauftragt die Kinderbetreuung im Taunus (KiT) GmbH mit der Durchführung. Die Betreuungszentren an Grundschulen im Hochtaunuskreis entstehen in enger Kooperation und unter finanzieller Beteiligung der jeweiligen Standortgemeinden. Mit der Stadt Neu-Anspach hat der Kreis bereits 2008 eine Verwaltungsvereinbarung geschlossen. Für die Bereitstellung der räumlichen Voraussetzungen zahlt die Stadt Neu-Anspach an den Kreis eine Investitionspauschale in Höhe von 500.000 Euro für jede nach der Entscheidung der Stadt eingerichtete Betreuungsgruppe. |
Hochtaunuskreis
- Der Kreisausschuss -
Ludwig-Erhard-Anlage 1-5
61352 Bad Homburg v.d. Höhe