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Burgwiesenschule eingeweiht


06.07.2009 08:36

Architektenwettbewerb: 2006
Abbruch alte Schule: Sommer 2007
Baubeginn: Oktober 2007
Grundsteinlegung: März 2008
Fertigstellung: Dezember 2008

Gesamtinvestition: 14,2 Millionen Euro
Schülerzahlen: rund 200

 

Hochtaunuskreis. Die Schulgemeinde der Burgwiesenschule hat am Wochenende die neuen Räumlichkeiten mit Betreuungszentrum und Mensa offiziell in Besitz genommen. Nach gut einem Jahr Bauzeit und damit voll im Zeitplan ist auf dem rund 10.700 m² großen Grundstück ein komplett neuer Bau entstanden. "Mit dem neuen Gebäude haben wir alle Ansprüche an zeitgemäßes Lernen erfüllt. Die Kinder können sich zudem in dem klar strukturierten Bau hervorragend zurechtfinden", beschreibt Landrat Ulrich Krebs die neue Burgwiesenschule.

Ein frisches Grün strahlt den Schülerinnen und Schülern überall im Gebäude entgegen, wenn sie die 13 Klassenräume und 7 Differenzierungsräume betreten oder ihren Weg zum EDV-Raum, dem Sachkunderaum oder dem Nass- und Malraum gehen.
Zudem befindet sich im ersten Stock die Schulbibliothek mit Blick auf den ebenfalls vollständig neu gestalteten Schulhof. Ein teilbarer Mehrzweckraum grenzt an das großzügige Foyer und kann zusammen mit der 275 m² großen Mensa für Veranstaltungen genutzt werden.

 

"Die Voraussetzungen für eine Ganztagsschule haben wir durch den Bau des Betreuungszentrums auch in Bommersheim getroffen. Die Schule ist damit fit für die Zukunft", erläutert der Landrat und bedankte sich bei der Stadt Oberursel, die sich durch eine Verwaltungsvereinbarung für die Übernahme der Kosten von 500.000 Euro pro eingerichteter Betreuungsgruppe verpflichtet hat.
Das Betreuungszentrum ist für vier Gruppen ausgerichtet und befindet sich im Erdgeschoss des Schulneubaus. Dort stehen vier Betreuungsräume mit Nebenräumen und ein 95 m² großer Bewegungsraum zur Nutzung zur Verfügung. Nach den Sommerferien werden die ersten zwei Hortgruppen mit insgesamt 50 Kindern und die Betreute Grundschule mit 20 Kindern den Bau mit Leben füllen.

Das Außengelände bietet mit einem Mikadowald, Balancierweg, Drehscheiben, Tischtennisplatten und einer Ballspielfläche zahlreiche Spielmöglichkeiten. Weiterhin wurde ein Fahrradparcours und angrenzend an den neuen Schulgarten ein "grünes Klassenzimmer" mit Pergola errichtet.

 

Landrat Krebs bedankte sich bei der Schulgemeinde ausdrücklich für die Toleranz und die Kooperation in den vergangenen Jahren. Bereits seit Ende Oktober 2005 war die Schule in den ehemaligen Pavillons der International School in der Marxstraße in Oberursel untergebracht, nachdem ein Feuer Teile des alten Gebäudes stark beschädigte und diese einzustürzen drohten.

 

Die Schule wurde nach den Plänen des Architekturbüros Dasch Zürn von Scholley aus Stuttgart gebaut. Die Architekten gingen als Sieger aus dem 2006 durchgeführten, europaweit ausgeschriebenen Wettbewerb hervor, für den sich insgesamt 600 Architekturbüros beworben hatten. 30 von ihnen wurden nach einem Auswahl- und Losverfahren aufgefordert, ihre Entwürfe und ein Modell einzureichen.

 

Bevor mit dem Bau der Schule begonnen werden konnte, startete im April 2007 der Abbruch der alten Schulgebäude. Zudem fanden ab Mai 2007 Grabungsarbeiten durch die Archäologen des Hessischen Landesamts für Denkmalpflege statt. Die Schule steht auf geschichtsträchtigen Boden, im Mittelalter war dort eine Burg angesiedelt. Bei den Grabungen gewannen die Archäologen wichtige neue Erkenntnisse über die als Raubritterburg verrufene, 1382 durch Truppen der Stadt Frankfurt zerstörte Anlage. Als Überraschung kam zum Ende der Grabung sogar noch ein Keltenkrieger zum Vorschein, wodurch die Geschichte des Ortes eine zusätzliche Dimension erhält.
"Um den Kindern die Bedeutung des Ortes in der Keltenzeit und vor allem im Mittelalter zu veranschaulichen, sind wir in Zusammenarbeit mit dem Vortaunusmuseum dabei, in der Schule eine Geschichtsecke einzurichten", kündigte Landrat Krebs abschließend an.


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