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Carola Kaiser-Gunia mit Integrationspreis des Hochtaunuskreises ausgezeichnet


26.11.2009 18:29

Hochtaunuskreis. Carola Kaiser-Gunia ist die diesjährige Preisträgerin des Integrationspreises des Hochtaunuskreises. Den mit 1.500 Euro dotierten Preis überreichte Landrat Ulrich Krebs im Rahmen einer Feierstunde im Landratsamt des Hochtaunuskreises.
"Carola Kaiser-Gunia engagiert sich seit über 18 Jahren für asylsuchende Menschen. Mit Ihrem Einsatz hat sie entscheidend dazu beigetragen, dass das Wort Integration keine leere Worthülse bleibt", würdigte Landrat Krebs den Einsatz der Preisträgerin.

 

Carola Kaiser-Gunia ist Mitbegründerin des Arbeitskreises Asyl Bad Homburg vor der Höhe und begann dort im Jahr 1992 Deutschunterricht anzubieten. Schon bald wurde dieser Unterricht ergänzt durch die Betreuung von Kindern, die Beratung der Asylbewerberinnen und Asylbewerber und die Hilfe bei Behördengängen und Prüfungsvorbereitungen.
Auch auf das gesellschaftliche Miteinander legt Carola Kaiser-Gunia wert, wenn sie kleinere Gruppen von Frauen zu Kaffee und Kuchen einlädt und Ausflüge organisiert. "Carola Kaiser-Gunia schafft den Menschen ein Umfeld, in dem sie sich wohl und willkommen fühlen. Sie ist in den vielen Jahren ihrer Tätigkeit zu einer wichtigen Stütze für die Hilfesuchenden geworden", fasst Krebs den vielfältigen Einsatz der Preisträgerin zusammen.

 

Insgesamt gab es für den Integrationspreis des Hochtaunuskreises sechs unterschiedliche Vorschläge. Hiervon sprach Landrat Krebs Rüstem Karabey die Anerkennung der Jury u. a. für seine Arbeit im Ausländerbeirat und sein Engagement als Leiter einer schulübergreifenden Tanz-AG aus. "Rüstem Karabey selbst steht für gelungene Integration. Seine Erfahrung weiterzugeben, ist Antrieb für seinen Einsatz", so der Landrat.

Eine Anerkennungsurkunde geht ebenso an Gundula Erdmann vom Spiel- und Lernkreis an der Astrid-Lindgren-Schule in Usingen, die an der Preisverleihung nicht persönlich teilnehmen konnte. Der Spiel- und Lernkreis hat sich die Verbesserung der Sprachkenntnisse, die Vermittlung von gegenseitigem Respekt und Toleranz und eine gelungene Integration von Grundschülern im Alter von sechs bis elf Jahren zum Ziel gesetzt. "Gundula Erdmann hilft mit, die Schulleistungen der Kinder zu verbessern und gegenseitigen Respekt und ein soziales Miteinander der unterschiedlichen Ethnien zu entwickeln und zu pflegen", würdigt Krebs das Engagement.

 

Krebs erinnerte bei der Preisverleihung daran, dass der Hochtaunuskreis als "Modellregion Integration" vom Land Hessen ausgewählt wurde. Ziel sei es, die Verknüpfung zur Ausbildungs- und Arbeitsförderung herzustellen und so den Sockel der Langzeitarbeitslosen und Sozialhilfeempfänger mit Migrationshintergrund aufzubrechen. Dazu gehörten auch Projekte für Kinder und Jugendliche im Bildungsbereich.
Durch die Einrichtung einer Koordinierungsstelle Integration solle die bereits erfolgreiche und vielfältige Arbeit vorhandener Initiativen im Kreis und in den Städten und Gemeinden weiter vernetzt werden.


Hintergrund:
Mit dem Integrationspreis, Preisgeld 1.500 Euro, werden Personen, Institutionen, Vereine, Firmen oder Initiativen gewürdigt, die sich besondere Verdienste um die Integration und Gleichberechtigung ausländischer Bürger und Migranten erworben haben. Der Integrationspreis wird im Zwei-Jahres-Rhythmus vergeben. Eine Aufteilung auf mehrere Preisträger ist möglich. Der Preis kann an Privatpersonen, die im Hochtaunuskreis wohnen, ebenso verliehen werden wie an Vereine, Verbände, Firmen und Institutionen im Kreisgebiet, die im Bereich der Integration von Migrantinnen und Migranten herausragendes Engagement bewiesen haben.

 

Vorschlagsberechtigt sind alle Bürgerinnen und Bürger des Hochtaunuskreises, Eigenbewerbungen sind zulässig. Die Verleihung im Rahmen eines Festaktes erfolgt durch den Landrat des Hochtaunuskreises auf Vorschlag der zuständigen Jury.

 

Der Jury gehörten an: Landrat Ulrich Krebs, Kreisbeigeordneter Uwe Kraft, Kreisbeigeordnete Andrea Pfäfflin, die Kreistagsvorsitzende Madeleine Funke, Staatsekretär Gerd Krämer, Barbara Drago-Koch (auf Vorschlag des Arbeitskreises Flüchtlingshilfe Usingen), die Kreistagsabgeordneten Bert Worbs, Manfred Gönsch, Käthe Springer, Dr. Christa Wittern und Dr. Christoph Müllerleile, Renzo Sechi (Ausländerbeirat Friedrichsdorf) und Kate Wagner (Ausländerbeirat Usingen).


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