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| 29.06.2011 14:19 |
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Hochtaunuskreis. Die Projektgruppe „200. Geburtstag von Bischof Neumann“ der Bischof-Neumann-Schule in Königstein erhält in diesem Jahr den Förderpreis zum Saalburgpreis für Geschichts- und Heimatpflege des Hochtaunuskreises. Dies hat der Kreisausschuss auf Vorschlag von Landrat Ulrich Krebs beschlossen. Die Auszeichnung wird anlässlich des Jahresempfangs des Hochtaunuskreises am 14. August feierlich übergeben.
„Die Schülerinnen und Schüler haben den 200. Geburtstag des heiligen Johannes Nepomuk Neumann zum Anlass genommen, sich mit dessen Biographie zu beschäftigen. Sie untersuchten sein Leben in den verschiedenen Facetten: Bischof Neumann als Migrant, als Missionar, als Bischof und als Schulpolitiker“, so Landrat Ulrich Krebs über die Arbeit, die der Auszeichnung zu Grunde liegt. Die Frage nach dem Stellenwert dieser historischen Figur für die Gegenwart wurde dabei ebenso beleuchtet, wie die Frage nach der Bedeutung Bischof Neumanns als Namensgeber für das Leben an der nach ihm benannten Schule.
Im Rahmen ihrer Arbeit galt das Augenmerk auch der Wirkung des Bischofs nach dessen Tod 1860. Die Verehrung als Heiliger ist ein historisch bedeutsames Phänomen, das mitten in die europäische Geschichte des 20. Jahrhundert hineinführt. War Bischof Neumann zunächst ein wichtiger Bezugspunkt für die Vertriebenen, so ist er heute gemeinsamer Bezugspunkt für Deutsche und Tschechen in einem zusammenwachsenden Europa. „Die Arbeit der Projektgruppe ist ein herausragendes Beispiel für die Beschäftigung mit einer historischen Persönlichkeit aus der Perspektive heutiger Jugendlicher. Die Arbeit der Schülerinnen und Schüler zeichnet sich durch ein hohes Maß an Selbständigkeit und Reflexion aus“, würdigt Krebs die Leistung der Projektgruppe.
Die Ergebnisse der Untersuchung hat die Projektgruppe zunächst in Form einer Power-Point-Präsentation anschaulich aufgearbeitet. Eine schriftliche Fassung der Ergebnisse ist ebenfalls geplant.
*** Der Saalburgpreis des Hochtaunuskreises wird seit 1992 für herausragende Verdienste um die Geschichts- und Heimatpflege im Hochtaunuskreis verliehen. Er geht an Personen oder Personengruppen, die sich über einen langen Zeitraum ehrenamtlich mit dem kulturellen Erbe des Landkreises beschäftigt haben. 1995 wurde der Saalburgpreis um einen Förderpreis ergänzt, der jedoch nicht jährlich vergeben wird. |
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