Logo

Fachstelle Demenz: Beratungszahlen steigen


25.05.2011 11:07

Hochtaunuskreis. Das Beratungsangebot der gemeinsamen Fachstelle Demenz des Hochtaunuskreises und der Stadt Bad Homburg ist gefragt. Dies zeigt der Bericht, den die Fachstelle den politischen Gremien von Kreis und Stadt für das Jahr 2010 vorlegt. 340 mal wurde die Fachstelle Demenz im Jahr 2010 kontaktiert, 299 mal von Angehörigen von Demenzkranken und 41 mal von Fachleuten. „Im Vergleich zum Vorjahr ist das eine Steigerung von fast 24 Prozent. Das Beratungsangebot wird bestens angenommen und es greift das Bedürfnis nach Informationen über die weit verbreitete, aber auch oftmals unausgesprochene Krankheit auf“, bilanziert Erster Kreisbeigeordneter Dr. Wolfgang Müsse. 213 (2009: 207) der 340 (2009: 236) Kontakte, meist konkrete Anfragen, konnten telefonisch beantwortet werden, 25 (2009: 2) durch den Austausch von E-Mails. 66 (2009: 49) Beratungen in der Fachstelle im Landratsamt und 36 (2009: 39) Hausbesuche hatten eine umfassenden Analyse der Situation und eine Beratung über vorhandene Hilfsmöglichkeiten zum Gegenstand. Themen, die hierbei zur Sprache kamen, waren die Überlastung pflegender Angehöriger, die Überbrückung von Krisensituationen, die Suche nach geeigneten Einrichtungen und Kurzzeitpflegeplätzen sowie rechtliche Fragen zum Betreuungsrecht, zu Vollmachten und der Pflegeversicherung. Die Fachstelle wurde aus allen Teilen des Kreisgebietes kontaktiert, die meisten Anfragen kamen aus Bad Homburg (121), Oberursel (47), Usingen (24) und Friedrichsdorf (22).

 

Dr. Müsse zeigt sich besonders über den Umstand erfreut, dass Kliniken, Beratungsstellen, Ärzte und andere Institutionen die Bürgerinnen und Bürger an die Fachstelle verwiesen. „Hierin wird deutlich, dass die Fachstelle auf große Akzeptanz stößt. Wir haben von Anfang an auf Kooperation gesetzt und diese Kooperation funktioniert“, so der Erste Kreisbeigeordnete. Die Versorgung Demenzkranker könne nur vernetzt sichergestellt werden. Diese kreisweite Vernetzung werde im Demenzforum des Hochtaunuskreises verwirklicht. „Hier treffen medizinische, pflegerische, soziale und ehrenamtliche Hilfen zusammen. Vertreter von Kliniken, Haus- und Fachärzten, Pflegediensten, Selbsthilfegruppen und Beratungsstellen sind im Demenzforum vereint und erhalten zum einen den Überblick über bestehende Angebote, zum anderen stimmen sie gemeinsam Aktivitäten für das laufende Jahr ab“, informiert Dr. Müsse. 2010 war die Fachstelle Demenz an sieben Veranstaltungen beteiligt und wurde für drei weitere Vorträge angefragt.

 

Neueste Zahlen zeigen, dass rein statistisch zurzeit 1.638 Demenzkranke pro 100.000 Einwohner im Hochtaunuskreis leben und diese Zahl bis zum Jahr 2025 auf voraussichtlich 2.101 Erkrankte pro 100.000 Einwohner steigen wird. „Die Krankheit Demenz ist allgegenwärtig und wird dennoch im konkreten Fall verschwiegen oder ist mit großen Unsicherheiten behaftet. Aufgabe der Fachstelle bleibt es, die Bürgerinnen und Bürger für das Thema Demenz zu sensibilisieren, ihnen Informationen an die Hand zu geben und durch Beratungen Hilfsangebote zu vermitteln“, erläutert Dr. Müsse.

 

Zwei eigene Publikationen gibt die Fachstelle Demenz derzeit heraus. Der Flyer „Fachstelle Demenz“ informiert grundsätzlich über das Angebot der Beratungsstelle im Landratsamt, der „Demenz-Wegweiser“ stellt auf 40 Seiten die Hilfsangebote für Demenzkranke und ihre Angehörigen im Hochtaunuskreis und der Stadt Bad Homburg vor. Beide Publikationen sind über die Fachstelle Demenzstelle kostenlos erhältlich.

 

Die Fachstelle Demenz für den Hochtaunuskreis und die Stadt Bad Homburg wurde am 1. Juli 2008 gegründet. Sie ist im Landratsamt des Hochtaunuskreises angesiedelt und kann unter der Telefonnummer 06172 999-5161 oder der Mailadresse margaretha.leuwer@hochtaunuskreis.de erreicht werden. Eine Anmeldung zu einem Gesprächstermin wird empfohlen.


Dienststellen

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Ehrungen und Orden

Anschrift

Hochtaunuskreis
- Der Kreisausschuss -

Ludwig-Erhard-Anlage 1-5

61352 Bad Homburg v.d. Höhe