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Frauenpower in Gilboa – Queens-Jeep-Tour bringt Kulturen näher - Erster Besuch in Jenin nach 60 Jahren möglich


15.10.2009 09:59

Hochtaunuskreis. Zehn Mitarbeiterinnen verschiedener Abteilungen des Landratsamtes haben in der vergangenen Woche nicht nur erfolgreich an der Queens-Jeep-Tour des Partnerkreises Gilboa teilgenommen, sie sind auch Teil eines historischen Besuchs in Jenin gewesen.

 

"Die Verständigung unter den Völkern, besonders unter Israelis und Arabern ist unseren Freunden in Gilboa ein großes Anliegen. Nachdem wir die Siegerinnen der ersten Jeep-Tour im vergangenen April im Hochtaunuskreis begrüßen konnten, war nun ein Team aus dem Hochtaunuskreis eingeladen, an dieser Veranstaltung teilzunehmen. Die Tour setzt auf Teamgeist, Vertrauen und das Kennenlernen der jeweils anderen Kultur", so Landrat Ulrich Krebs.

 

Die Tour führte die insgesamt 400 Frauen aus verschiedenen Ländern, verteilt auf 100 Jeeps, aufgeteilt in über 40 Teams unterschiedlicher Kulturen und Religionen, kreuz und quer durch das Gebiet rund um den Gilboa-Berg. Während der Fahrt mussten Quizfragen und Aufgaben gelöst werden. Neben Teamgeist, interkultureller Kompetenz, gegenseitigem Vertrauen, waren auch Geschicklichkeit, und Mut gefragt, so beim Abseilen von einem Felsvorsprung aus 15 Meter Höhe. Der Gruppe, die den dritten Platz belegte, gehörten zwei Frauen aus dem Hochtaunuskreis an.

 

Geschichte schrieb die Hochtaunuskreis-Delegation mit ihrer Teilnahme an einem Besuch in Jenin. Nach über 60 Jahren ermöglichen die palästinensische und israelische Regierung nun wieder den Grenzübertritt von arabischen Israelis und Touristen. "Es war ein ergreifender Moment für uns alle. Diese Öffnung der Grenze gibt Hoffnung, dass der Frieden, der im Kleinen zwischen Gilboa und Jenin gelebt wird, ein Ansporn zur Überwindung des Nahost-Konfliktes sein kann", fasst Erster Kreisbeigeordneter Dr. Wolfgang Müsse, der die Delegation zwei Tage begleitete, den Eindruck der Teilnehmer zusammen. Der Begrüßung durch den Gouverneur von Jenin, Musa Kadura, schloss sich eine Stadtrundfahrt mit Besichtigung der viertältesten christlichen Kirche statt. Auch das neu gebaute Hotel, das zukünftig Touristen beherbergen soll, stand auf dem Besichtigungsprogramm.

 

Um den Gedanken der Völkerverständigung und den Wunsch nach Frieden zu unterstreichen, hat der Bezirk Gilboa auch in diesem Jahr den "Gilboa-Award for co-existence and tolerance" verliehen. Preisträger waren der Spanischer Außenminister Miguel Angel Moratinos und der israelische Staatspräsident Shimon Peres, der den Preis persönlich entgegennahm. Auf Einladung des Partnerkreises nahmen auch Dr. Müsse und die Delegationsteilnehmerinnen aus dem Hochtaunuskreis an dieser Zeremonie teil.

 

Foto Jenin:
von links nach rechts: Andrea Dücker, Brit Kerfien, Dagmar Ashcraft, Andrea Ament, Anja Rothbrust, Martina Pfeifer, Simone Klamt, Brigitte Vargas-Canadas, Nicola Dinges, Heike Zimmermann, Abdallah Baracat (General Director Gouvernorate of Jenin) umringt von Pressevertretern.


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