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| 23.04.2010 13:41 |
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Hochtaunuskreis. Vor genau sieben Monaten wurden mit dem Spatenstich der Startschuss für den Bau der Philipp-Reis-Schule in Friedrichsdorf geben. Heute haben Landrat Ulrich Krebs, Bürgermeister Horst Burghardt, Schulleiter Gernot Karner und zahlreiche Schülerinnen und Schüler den Grundstein gelegt. "Die Baufortschritte an der Philipp-Reis-Schule, der größten Einzelmaßnahme im Schulbauprogramm des Hochtaunuskreises, sind nun deutlich zu sehen", freut sich Krebs.
Auf der ca. 45.000 qm großen Fläche an der Färberstraße sind bereits die Bodenplatten und Fundament der Untergeschosse für Tiefgarage, Technik- und Kellerräume sowie Teile der Sporthallen gegossen worden. "Noch vor zwei Tagen wurden hier rund 1.300 Kubikmeter Beton für die Hälfte der Bodenplatte der Tiefgarage verarbeitet, die schlussendlich die im Erdgeschoss liegende Mensa der Schule tragen wird. Das waren gut 160 Lkw-Ladungen, die hier auf einen Schlag verbaut worden sind", berichtet Krebs. Insgesamt werden für das Projekt rund 13.000 cbm Beton und 3.700 Tonnen Baustahl benötigt und verarbeitet. Cirka 60.000 cbm Erdaushub sind bereits weitgehend abtransportiert worden.
Neben den Bodenplatten sind auch schon einige Keller im Rohbau hergestellt, die Decke über der zentralen Eingangshalle ist bereits eingeschalt und wird mit Baustahl vorbereitet. Hier werden auch die ersten Heizschlangen eingelegt, die die fertigen Betondecken zukünftig erwärmen werden, um das Gebäude zu beheizen. "Teilweise sind bis zu 100 Arbeiter gleichzeitig auf der Baustelle tätig, das erfordert eine große logistische Leistung", so Krebs. In den kommenden 16 Monaten entsteht ein in mehrere Gebäude unterteilter Schul-Campus mit Mensa, Ganztagesbereich und Fachklassenräumen sowie zwei Sporthallen, der künftig von rund 1.600 Schülerinnen und Schüler genutzt werden wird. "Auch mit der Bauweise gehen wir neue Wege", erläutert Krebs bei der Grundsteinlegung, "die Sporthallen der PRS werden in Passivhausbauweise errichtet, der Neubau der Schulgebäude wird hinsichtlich des Primärenergiebedarfs Werte erzielen, wie sie auch bei einer Passivhausbauweise erreichbar sind. Zur Beheizung von Schule und Sporthallen dient eine Kombination aus Geothermie und Holzpelletheizung in Verbindung mit einer Betonkernaktivierung."
Der Campus: Die Eingangshalle des neuen Gebäudekomplexes ist zentral von der Färberstraße aus zu erreichen. In dem Eingangsgebäude befinden sich künftig sowohl die Cafeteria als auch der Ganztagesbereich, die Verwaltungsräume, das Lehrerzimmer, die Bibliothek und Fachräume. An das Eingangsgebäude schließt sich linkerhand das Foyer der Mensa, die 1.000 qm große Mensa selbst mit Bühne und die Kulturwerkstatt an. Die Klassentrakte mit Klassenräumen und Teambereichen für alle Klassenstufen sind versetzt hinter dem Eingangsgebäude angeordnet. Dort werden sich dann auch die Räume des Medienzentrums des Hochtaunuskreises befinden. Die Fläche des großzügigen Eingangshofes und die Freibereiche zwischen den Gebäudeteilen bilden die Pausenhöfe, die den einzelnen Jahrgangsstufen zugeordnet werden.
Die Sporthallen, eine Zwei-Feld- und eine Drei-Feld-Sporthalle, entstehen rechts neben dem Eingangsgebäude. In die Drei-Feld-Sporthalle wird zudem noch eine Tribüne für ca. 1.000 Zuschauer eingebaut.
Gebaut wird die Philipp-Reis-Schule nach den Plänen der Architekten Broghammer . Jana . Wohlleber aus Zimmern ob Rottweil, die 2006 als Sieger aus dem Architektenwettbewerb hervorgegangen sind.
Der Hochtaunuskreis investiert in die größte Einzelmaßnahme seines Schulbauprogramms inklusive aller Nebenkosten rund 75 Millionen Euro. Die Stadt Friedrichsdorf beteiligt sich entsprechend der abgeschlossenen Verwaltungsvereinbarung mit sechs Millionen Euro an den Kosten der Sporthallen.
Foto (von links): Landrat Ulrich Krebs, Gernot Karner (Schulleiter Philipp-Reis-Schule), Horst Burghardt (Bürgermeister Friedrichdorf), Klaus Pöllath (Züblin AG) |
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