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Gymnasium Oberursel: Abbrucharbeiten als Startschuss für Erweiterungsbau


20.07.2009 16:35

Hochtaunuskreis. Mit den Abbrucharbeiten startet die Baumaßnahme am Gymnasium Oberursel. Bereits im Frühjahr 2011 soll der aus 12 Klassen- und 3 Differenzierungsräumen bestehende Anbau im Bereich der jetzigen Lehrerparkplätze bezugsfertig sein. Der komplette Erweiterungsbau mit weiteren Klassenräumen, sämtlichen natur-wissenschaftlichen Fachräumen, Ganztageseinrichtungen und der Aula/ Mensa umfasst ca.108.000 m3 umbauten Raum und soll voraussichtlich Ende 2011 an die Schulgemeinde übergeben werden. Zusammen mit den Schulgebäuden baut der Kreis eine neue Dreifeldturnhalle.
"Das Gymnasium Oberursel erfreut sich seit Jahren großer Beliebtheit und ist weit über die Grenzen der Stadt gefragt. Der bilinguale Zweig und der musikalische Schwerpunkt tragen zur großen Nachfrage bei. Dieses hervorragende pädagogische Konzept unterstützt der Kreis durch den Erweiterungsbau", lobt Landrat Ulrich Krebs die Arbeit der Schule. Zurzeit besuchen rund 1.600 Schülerinnen und Schüler das Gymnasium, die Zahl stieg in den vergangenen Jahren kontinuierlich.

 

"Zunächst müssen jedoch einige Altbauten auf dem innerstädtischen Schulgelände weichen", erläutert Krebs. So werden die Gebäude der ehemaligen John F. Kennedy-Realschule, einschließlich deren Sporthallen sowie zwei weitere Häuser an der Berliner Straße bzw. Zeppelinstraße abgerissen.

In den nächsten acht Wochen werden zunächst die Altbauten entkernt und der Innenausbau nach Materialien getrennt entsorgt. Anschließend werden die leeren Beton- und Mauerwerkskonstruktionen mit Großgeräten Zug um Zug niedergelegt, zerkleinert und das Material wird abgefahren. Soweit möglich werden Baustoffe recycelt und weiterverwendet. Die Altbauten wiesen insgesamt eine so schlechte Bausubstanz auf, dass eine Sanierung wirtschaftlich nicht in Frage kam.

An die Abbrucharbeiten schließen sich unmittelbar die äußerst aufwendigen Arbeiten zur Herstellung der etwa 10 Meter tiefen Baugrube an. In dieser Baugrube finden später unter anderem die Tiefgarage und die Dreifeldsporthalle, die komplett unterirdisch angeordnet wird, Platz. Zudem ist geplant, noch 2009 mit den Gründungsarbeiten (Fundamente, Kanalarbeiten usw.) zu beginnen. Die ursprünglichen Planungen sahen den Baubeginn für Schulerweiterung und Sporthallenneubau erst für das Jahr 2010 vor. "Durch das Konjunkturprogramm des Landes Hessen können wir nun früher mit der Maßnahme beginnen. Dazu haben wir die Planungsarbeiten beschleunigt und die Bauausführung auf Einzelgewerke oder Fachlose umgestellt", so Krebs. Das Gymnasium Oberursel bildet das Herzstück der Umsetzung des Konjunkturprogramms im Hochtaunuskreis. Der Kreis wird insgesamt rund 57 Millionen Euro in die Schule investieren, rund 20 Millionen davon kommen aus dem Konjunkturprogramm.

 

Erweiterungsbau und Sporthalle werden nach Plänen des Architekturbüros Hertel Kilian Reichle aus Köln gebaut.

 

Während der Bauarbeiten sind einige Klassen in ein Bürogebäude im Gewerbegebiet "An den Drei Hasen" ausgelagert. Weitere Klassen werden in den Räumen der ehemaligen International School Oberursel in der Marxstraße unterrichtet.


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