Gymnasium Oberursel: Erster Erweiterungsbau ist fertiggestellt
| 05.08.2011 13:13 |
|
Hochtaunuskreis. Um sich vor Ort vom Stand der zweitgrößten Baumaßnahme des Schulbauprogrammes des Hochtaunuskreises ein persönliches Bild zu machen, besuchte Landrat und Schuldezernent Ulrich Krebs die Baustelle des Gymnasiums Oberursel.
„Wir freuen uns, dass wir in der kommenden Woche den ersten Gebäudeteil in Betrieb nehmen können. Trotz des äußerst engen Terminkorsetts und der höchst anspruchsvollen Bauaufgabe werden wir so den Vorgaben des Konjunkturprogramms des Landes Hessen gerecht“, so Landrat Krebs.
Nach den Abbrucharbeiten auf dem 14.000 qm großen Gelände begannen im September 2009 die Bauarbeiten auf der Baustelle am Gymnasium Oberursel mit dem Aushub der Baugrube. In der tiefsten Baugrube des Schulbauprogrammes wurde im April 2010 die Grundsteinlegung gefeiert.
Nun, 15 Monate später, ist der erweiterte Rohbau des Gesamtkomplexes fertiggestellt, die Arbeiten an den Fassaden sind im vollen Gange, der technische und der allgemeine Innenausbau sind ebenfalls in Arbeit und der erste Teil des Erweiterungsbaus, der sogenannte Gebäudeteil B an der Zeppelinstraße ist soweit fertiggestellt, dass nach den Sommerferien der Betrieb in diesem Teilbereich bereits aufgenommen werden kann. Darin untergebracht sind 12 Klassen- und drei Differenzierungsräume. Die Schülerinnen und Schüler der 5. und 6. Klassen werden zum Schuljahresbeginn am 8. August in diesen schönen neuen Räumen unterrichtet. Hierfür konnte die Dependance in der Marxstrasse aufgegeben werden. Die Räume wurden in den Sommerferien mit Schulmobiliar sowie15 neuen interaktiven Tafeln ausgestattet. Damit führt der Hochtaunuskreis als Schulträger seine Ziele für eine zukunftsorientierte, moderne Ausstattung der Schulgebäude fort.
Neben dem ersten Erweiterungsbau entstehen noch zwei weitere Gebäude an der Zeppelinstraße, in denen ebenfalls Klassenräume untergebracht werden. Entlang der Berliner Straße befindet sich ein dreigeschossiger Gebäudekomplex, in dem später die naturwissenschaftlichen Fachklassen angesiedelt sind. Ebenfalls zur Berliner Straße hin entsteht zurzeit im Untergrund die Drei-Feld-Sporthalle mit Tribüne und zweistöckigem Umkleidetrakt. Angrenzend an die Sporthalle wird eine Tiefgarage mit 114 Stellplätzen gebaut. Über der Tiefgarage befinden sich später die Aula und die Mensa sowie weitere Fachräume für Kunst und Musik und den Ganztagesbetrieb der Schule. Der neue Pausenhof erstreckt sich dann von Aula und Mensa über das Dach der Drei-Feld-Sporthalle hinweg bis zum Altbau.
Der Gesamtkomplex verfügt über eine hocheffiziente Energietechnik. Zum Einsatz kommt eine Erdwärmeanlage, die über in die Betondecken eingelegte Rohre die „Betonkerne aktiviert“ und so das Gebäude beheizt und bei Bedarf im Sommer auch kühlt. Kombiniert wird das System mit Be- und Entlüftungsanlagen, die mit Wärmerückgewinnung ausgestattet sind und so den Lüftungswärmebedarf des Gebäudes minimieren. Die Energiebilanz des Gebäudes unterschreitet die Anforderungen der Energieeinsparverordnung erheblich und reicht fast an die Werte von Passivhäusern heran.
„Als nächstes sollen die Sporthalle und die Tiefgarage fertiggestellt werden. Die Inbetriebnahme dieser Bauteile wird zum Jahresende erfolgen“, plant Krebs.
Für die gesamte Baumaßnahme am Gymnasium Oberursel investiert der Hochtaunuskreis inklusive Nebenkosten rund 57 Millionen Euro. Knapp 17 Millionen davon werden durch das Konjunkturprogramm des Landes finanziert. Insgesamt entsteht eine Nutzfläche von rund 16.500 qm bei einer Bruttogrundrissfläche von ca. 25.800 qm. Der umbaute Raum des Neubaus beträgt rund 113.000 cbm. Gebaut wird nach den Plänen des Architekturbüros V-Architekten aus Köln.
|






