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Hochtaunuskreis setzt bereits lizenzkostenfreie Software ein, wo Funktionalität gewährleistet ist


16.03.2011 11:21

Hochtaunuskreis. Ob und wie OpenSource-Software in den Schulen oder der Kreisverwaltung zum Einsatz kommt, ist Gegenstand eines Berichts den der Kreisausschuss in seiner gestrigen Sitzung zur Kenntnis nahm. „Seit 2009 setzt die Kreisverwaltung bei allen Neu- und Ersatzinstallationen im pädagogischen Bereich der Grundschulen auf den Einsatz des lizenzkostenfreien Programmpakets OpenOffice. Die für den Grundschulunterricht benötigten Programmfunktionen werden hiermit vollumfänglich abgedeckt“, berichtet Landrat Ulrich Krebs. „Auch bei den weiterführenden Schulen haben wir für den Unterrichtsalltag das OpenOffice Paket zum Test installiert. Es hat aber bisher keine ausreichende Akzeptanz gefunden“, berichtet Krebs. „Wir beobachten die Entwicklung jedoch weiter und schließen einen künftigen Einsatz von OpenSource-Produkten nicht aus“, so der Landrat. Es sei jedoch schwierig auf OpenSource-Produkte umzustellen, solange die Produkte sowohl in ihrer Funktionalität eingeschränkt seien, als auch im zukünftigen Berufsumfeld der Schülerinnen und Schüler unzureichend Verwendung fänden.

 

Mit Blick auf die Fachanwendungen, wie Programme zur Schüler- und Lehrerverwaltung, zur Unterrichtsplanung und bei der Bibliothekssoftware, ist der Einsatz von lizenzkostenpflichtigen Programmpaketen zurzeit unausweichlich. Die zu benutzenden Schnittstellen für den Datenaustausch seien in keinem der zurzeit verfügbaren OpenSource-Pakete umfassend und hinreichend vorhanden, heißt es in dem Bericht.

 

Dass der Hochtaunuskreis ein Interesse daran hat, OpenSource-Produkte einzusetzen, zeigen auch Beispiele außerhalb der Schulen. Gerade in Bereichen der Infrastruktursysteme werden Linux-Lösungen in Speichersystemen, Netzwerküberwachungen, Webfiltern und Mailweiterleitung (Gateways) regelmäßig angewendet.

 

„Allerdings bleibt zu berücksichtigen, dass die Weiterentwicklungen oder Anpassungen solcher Systeme mit Kosten verbunden sind und auch Fachapplikationen, wie ein KFZ-Wesen und Verfahren für die Baugenehmigung, nicht zum Nulltarif auf OpenSoucre-Basis zur Verfügung gestellt werden. Es kann also immer nur Schritt für Schritt und nach Abwägung aller Kosten vorangehen. Die Kreisverwaltung wird auch weiterhin an Stellen, an denen der Einsatz von OpenSource Produkten sinnvoll erscheint und möglich ist, auf ebendiese Lösungen zurückgreifen“, so Krebs abschließend.


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