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Hochtaunuskreis setzt sich für Fortbestand des Optionsmodells ein – erfolgreiche Arbeit soll fortgesetzt werden


08.10.2009 16:47

Hochtaunuskreis. "Wir haben in den vergangenen fünf Jahren seit der Übernahme der Option bewiesen, wie effektiv es ist, Langzeitarbeitslose direkt vor Ort zu betreuen. Diese erfolgreiche Arbeit wollen wir auch in den kommenden Jahren fortsetzen", so die Sozialdezernenten des Hochtaunuskreises, Erster Kreisbeigeordneter Dr. Wolfgang Müsse und Kreisbeigeordneter Uwe Kraft. Sei greifen damit die Forderung der 69 Optionskommunen an die Koalitionspartner in Berlin auf, die Option zur Betreuung von Langzeitarbeitslosen und ihrer Familien in alleiniger Verantwortung der Kommunen dauerhaft zu entfristen und unbegrenzt zu erweitern. Das Sozialgesetzbuch (SGB) Zweites Buch (II) -Grundsicherung für Arbeitsuchende- sieht bisher vor, dass diese Option 2010 endet.

 

"Wir sind deshalb so erfolgreich, weil wir den Arbeitslosen in unserem Landkreis flexibel und unbürokratisch passgenaue Angebote liefern. Wenn wir daran gehindert werden, dann wird auch unsere Arbeit der vergangenen Jahren zunichte gemacht", bilanzieren Dr. Müsse und Kraft.

Ziel sämtlicher Aktivitäten der Kreisverwaltung sei die Integration der betreuten Arbeitslosen in den allgemeinen Arbeitsmarkt. "Wir bieten hierzu eine auf die individuellen Erfordernisse des Einzelnen abgestimmte Beratung, Betreuung und Qualifizierung. Der Grad dieser Bemühungen reichen von gezielter Beratung und Vorbereitung, die die Personen befähigen, die Integration in den Arbeitsmarkt eigenständig umzusetzen, bis hin zu intensiven Vermittlungsgesprächen und -verhandlungen zwischen Arbeitssuchenden und Arbeitgebern, um die Stellenbesetzung zu verwirklichen", erläutern die beiden Sozialdezernenten. Die Arbeitslosenquote von derzeit 4,2 Prozent zeige, wie fruchtbar diese Elemente seien. Sie ist die niedrigste Arbeitslosenquote in ganz Hessen.

 

Zwischen Januar 2005 (seitdem ist der Hochtaunuskreis Optionskommune) und September 2009 hat der Geschäftsbereich Arbeit des Hochtaunuskreises insgesamt 7.758 arbeitslose Menschen in den ersten Arbeitsmarkt vermitteln können - 569 konnten eine Ausbildung beginnen, 248 wagten in diesen Jahren den Sprung in die Selbständigkeit. Die Zahl der Bedarfsgemeinschaften belief sich Ende September 2009 auf 4183. Hinter dieser Zahl verbergen 8.868 Menschen, von denen 2.804 nicht erwerbsfähige Sozialgeldbezieher sind (unter 15 jährige).


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