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Hochtaunuskreis bedankt sich für über 30 Jahre ehrenamtlichen Einsatz und wünscht sich mehr ehrenamtliche Betreuer für hilfsbedürftige Menschen


17.03.2010 10:20

Hochtaunuskreis. Seit 30 Jahren ist der ehemalige Caritas-Geschäftsführer im Hochtaunuskreis, Wolfgang Ritsert, auch als Ehrenamtlicher Betreuer für seine Mitmenschen aktiv. Erster Kreisbeigeordneter Dr. Wolfgang Müsse nahm Ritserts langes Wirken zum Anlass, ihm für seine wichtige ehrenamtliche Tätigkeit zu danken: "Als Betreuer für Menschen da zu sein, die ihre persönlichen Angelegenheiten nicht mehr selbst regeln können, ist eine verantwortungsvolle Aufgabe. Wolfgang Ritsert legt in besonderer Weise darauf Wert, dass der Wille der Betreuten beachtet wird und bringt ihnen so Respekt entgegen."

Für die Betreuten sei deutlich spürbar, wenn ein ehrenamtlicher Betreuer sich um ihn kümmert und aus mitmenschlichem Interesse handelt. Daher freue sich der Hochtaunuskreis über Bürgerinnen und Bürger, die das Ehrenamt eines gesetzlichen Betreuers ausübten und suche diese auch gezielt. Der gesetzliche Betreuer vertritt die Interessen der Betreuten da, wo sie dies nicht mehr selbst können, zum Beispiel gegenüber Behörden und Einrichtungen, in der Gesundheitssorge gegenüber Ärzten und Kliniken oder in Vermögensangelegenheiten.

 

Die Benennung von geeigneten Betreuern ist eine der wichtigsten Aufgaben der Betreuungsstelle des Hochtaunuskreises. An die Betreuer werden von vielen Seiten die unterschiedlichsten Anforderungen gestellt. In der Regel kommen sie aus dem sozialen Umfeld der Betroffenen. Meistens sind es nahe Verwandte oder auch Nachbarn und andere Bekannte. Anliegen der Betreuungsstelle ist es immer, Personen aus dem sozialen Umfeld zur Übernahme der gesetzlichen Betreuung zu motivieren. "Sie kennen die Wünsche und Vorstellungen der Betroffenen am Besten. Auch nach dem Gesetz haben ehrenamtliche Betreuer Vorrang vor Berufsbetreuern oder Vereins- und Behördenbetreuern", berichtet Sozialdezernent Dr. Müsse.

 

Unterstützung finden ehrenamtliche Betreuer bei der Betreuungsstelle des Hochtaunuskreises, den Betreuungsvereinen und den Amtsgerichten. Ehrenamtliche Betreuer müssen keine Pflegetätigkeiten ausüben, sondern organisieren im Interesse der Betroffenen die notwendigen Hilfen.

 

Zum Ende des Jahres 2009 standen 3065 Personen im Hochtaunuskreis unter gesetzlicher Betreuung. 1927 von ihnen werden von ehrenamtlich tätigen Angehörigen und 192 von ehrenamtlich tätigen Bürgern betreut. Gründe, die zu einer gesetzlichen Betreuung führen, sind körperliche, psychische und geistige Behinderungen. Oft leiden Menschen unter mehreren Erkrankungen oder Behinderungen, die sie daran hindern, ihre Angelegenheiten selbst zu regeln.

 

Bürgerinnen und Bürger, die sich für die ehrenamtliche Betreuung interessieren, erhalten bei der Betreuungsstelle des Hochtaunuskreises zahlreiche Informationen. Die Betreuungsstelle ist unter 06172 999-5122, -5123 und -5124 oder per Mail unter walter.miot@hochtaunuskreis.de erreichbar.

 

 

Foto (von links nach rechts): Walter Miot, Leiter der Betreuungsstelle, Wolfgang Ritsert, Dr. Wolfgang Müsse, Erster Kreisbeigeordneter.