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Hochtaunuskreis gedenkt der Novemberpogrome von 1938


03.11.2008 14:02

 

Hochtaunuskreis. Am 9. November 2008 jähren sich zum 70. Mal die furchtbaren Ereignisse der so genannten Reichskristallnacht. Sie markierten den Auftakt für den Versuch der Nationalsozialisten, das europäische Judentum gewaltsam zu vernichten. Den Jahrestag nimmt der Hochtaunuskreis zum Anlass für eine zentrale Gedenkveranstaltung am 9. November ab 10:30 Uhr in der Gesamtschule am Gluckenstein in Bad Homburg

 

Der Fachbereich Kultur des Hochtaunuskreises und die Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Hochtaunus e. V. (CJZ) haben die weiterführenden Schulen im Hochtaunuskreis aufgefordert, sich in Projekten mit dem Thema zu beschäftigen. Teilgenommen haben die Christian-Wirth-Schule (Usingen), die Frankfurt International School (Oberursel), die Friedrich-Stoltze-Schule (Königstein), die Gesamtschule Am Gluckenstein (Bad Homburg), die Hochtaunusschule (Oberursel), die Humboldtschule (Bad Homburg), das Kaiserin-Friedrich-Gymnasium (Bad Homburg) und die Maria-Ward-Schule (Bad Homburg).

 

Die Schülerinnen und Schüler haben sich dem schwierigen Thema der Judenverfolgung von ganz verschiedenen Seiten her angenähert - historisch, künstlerisch, musikalisch oder literarisch. "Es ist eindrucksvoll, mit welcher Fantasie und mit welch tiefem Nachdenken sich die Jugendlichen diesem wichtigen Thema unserer Geschichte gestellt haben", betont Landrat Ulrich Krebs. "Durch einen aktiven Umgang der Schülerinnen und Schüler mit ihrer Geschichte wird dieses dunkelste Kapitel nicht in Vergessenheit geraten", ist sich der Landrat sicher. Jetzt bereits sichtbar ist der Beitrag der Hochtaunusschule: Das Plakat, das auf die Veranstaltung hinweist, wurde von der Jahrgangsstufe 12 der Fachoberschule für Gestaltung entworfen.

 

Alle Ergebnisse der Projekte können ab 10:30 Uhr in der Gesamtschule Am Gluckenstein besichtigt werden. Um 11:15 beginnt die Gedenkfeier, die ebenfalls von Schülerinnen und Schülern gestaltet wird. Monica Kingreen, Mitarbeiterin des Fritz-Bauer-Instituts in Frankfurt am Main, hält einen Vortrag unter dem Titel "Von den Novemberpogromen 1938 zu den Deportationen 1941/1942". Am Ende der Veranstaltung steht ein gemeinsamer Gang zum Jüdischen Friedhof, wo in Gebet und Besinnung der Opfer der Judenverfolgung gedacht wird.


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