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Johann-Isaak-von-Gerning-Stiftung vergibt erstmals Kunstpreis im Rahmen des Herbstsalons: Kai Savelsberg ausgezeichnet


12.09.2011 08:37

Hochtaunuskreis. Die Unterstützung des Herbstsalons der Galerie Artlantis durch den Hochtaunuskreis hat Tradition, neu ist in diesem Jahr, dass die Johann-Isaak-von-Gerning-Stiftung den mit 1.500,- Euro dotierten Preis, der im Rahmen der Ausstellung vergeben wird, trägt. Kai Savelsberg heißt der Preisträger des Johann-Isaak-von-Gerning-Preises, der von Landrat Ulrich Krebs, Aufsichtsratsvorsitzender der Stiftung, geehrt wird. Savelsberg ist mit zwei großformatigen Bildern in der Ausstellung vertreten und setzte sich gegen elf weitere Künstlerinnen und Künstler durch. „Die Bilder von Kai Savelsberg offenbaren eine durch die Malerei gelebte und empfundene Sensibilität, die den Menschen ins Zentrum rückt“, zitiert Krebs die Jury.

 

Das Engagement der Stiftung erläutert Krebs folgendermaßen: „Kunst benötigt immer wieder neue Anregungen, um selbst zum Impuls zu werden. Der Herbstsalon der Galerie Artlantis greift genau diesen Aspekt auf. Für den Herbstsalon laden die Mitglieder von Artlantis Künstler von außerhalb zur Ausstellung mit Wettbewerb ein. Die Offenheit, die Neugier, die Lust an der kritischen Auseinandersetzung sind für die Ausstellung ausschlaggebend und dieses Konzept unterstützen wir und stehen dem Kunstverein Artlantis zum Herbstsalon 2011 erstmals mit der Trägerschaft durch die Johann-Isaak-von-Gerning-Stiftung zur Seite.“

 

Gerning selbst, der  Namensgeber der Stiftung, die sich seit 2008 für Kunst und Kultur im Hochtaunuskreis stark macht, war zum einen Dichter und Gelehrter, zum anderen eben auch Kunstsammler. Er gibt nun auch dem Kunstpreis den Namen. Der mit 1.500,- Euro dotierte Preis nimmt Gestalt in einer kleinen Bronzeskulptur mit den Koordinaten der Galerie Artlantis an, die von Eberhard Müller-Fries geschaffen wurde. - Die Jury bildeten Prof. Dr. Jean Christophe Ammann, Dr. Ursula Grzechca-Mohr und Esther Walldorf.

 

Weitere Infos zum Preisträger unter www.kai-savelsberg.de

 

Hintergrund Johann-Isaak-von-Gerning-Stiftung:

 

Die Stiftung wurde 2008 als Stiftung für Kunst und Kultur im Hochtaunuskreis gegründet. Vorstandsvorsitzender ist Landrat Ulrich Krebs. Ein Kuratorium berät über die inhaltliche Ausgestaltung.

Erklärtes Ziel ist es, Privatpersonen, Unternehmen und Institutionen durch die Möglichkeiten, die eine Stiftung bietet, aktiv in die Kulturarbeit einzubeziehen. So sollen Zustifter und Unterstützer aus Wirtschaft und Gesellschaft gewonnen werden, um ihre Arbeit nach dem Vorbild von Bürgerstiftungen auf eine möglichst breite gesellschaftliche Basis zu stellen.

Der Hochtaunuskreis hat das Grundkapital von 560.000,- Euro zur Verfügung gestellt. Ansprechpartner ist Gregor Maier, Leiter des Fachbereiches Kultur im Hochtaunuskreis (Tel. 06172 999-4600 oder gregor.maier@hochtaunuskreis.de). Informationen gibt es unter www.hochtaunuskreis.de/kultur.

 

Namensgeber der Stiftung ist der Gelehrte und Dichter Johann Isaak von Gerning (1767-1837), der dem heutigen Kreisgebiet in besonderer Weise verbunden war. Seit 1802 verbrachte er den Sommer meist in seinem Kronberger Landhaus, das er „Tauninum“ nannte; seit 1803 wohnte er auch in Homburg. 1804 erhielt er den Titel eines hessen-homburgischen Geheimrats. Seit der Aufnahme Hessen-Homburgs in den Deutschen Bund vertrat er die Landgrafschaft in der Bundesversammlung. Gerning ist damit den beiden Territorialherrschaften, an die der Hochtaunuskreis im Wesentlichen anknüpft, gleichermaßen eng verbunden: der Landgrafschaft Hessen-Homburg und dem Herzogtum Nassau, zu dem Kronberg gehörte.

 

Johann Isaak von Gerning kann als einer der Väter des Namens „Taunus“ gelten. In seinem Lehrgedicht „Die Heilquellen am Taunus“ (1813), das dem Landgrafen von Hessen-Homburg gewidmet ist, unternimmt der Autor eine imaginäre gelehrte Reise durch den Taunus; er trug dadurch wesentlich zur Durchsetzung des Namens „Taunus“ statt der hergebrachten „Höhe“ bei. Gerning erwarb sich auf zahlreichen Feldern des kulturellen Lebens - Literatur, bildender Kunst, Geschichte, Altertumskunde, Landeskunde - große Verdienste.

 


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