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| 04.06.2010 09:58 |
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Hochtaunuskreis. Die Proben des neuen Jugend-Sinfonie-Orchesters Hochtaunus gehen bald in die heiße Phase und nun beginnt ab 7. Juni auch der Kartenvorverkauf für die beiden Konzerte. Die jungen Musikerinnen und Musiker werden am 30. Juni in der Stadthalle Oberursel und am 1. Juli im Hessenpark zu hören sein. Die Konzerte beginnen jeweils um 20.00 Uhr. "Das Jugend-Sinfonie-Orchester Hochtaunus wird Werke Ludwig v. Beethovens, Joseph Haydns, Franz Schuberts und Leonard Bernsteins zum Besten geben", verrät der Vorstandsvorsitzende der Johann-Isaak-von-Gerning-Stiftung, Landrat Ulrich Krebs, und lädt sehr herzlich zu den Konzerten ein. Die Karten sind zum Preis von 15 Euro für Erwachsene und 8 Euro für Schüler beim OK-Service in der Kumeliusstraße in Oberursel, beim Taunus Touristik Service im Landratsamt und bei der Tourist-Info im Hessenpark erhältlich. Selbstverständlich können die Karten auch an der Abendkasse erworben werden.
Die Auswahl der Orchesterbesetzung fand im Februar 2010 statt, seit April üben die 70 Jugendlichen für sich die ausgewählten Konzertstücke. Während der Probenphase in der zweiten Junihälfte treten dann zunächst die einzelnen Instrumentalgruppen zusammen, später probt das gesamte Orchester.
Die Violinen werden von Dimiter Ivanov (Frankfurter Opern- und Museumsorchester) und Beate Lauer (Akademie für Tonkunst Darmstadt), die Violen von Prof. Jörg Heyer (ehemals hr-Sinfonieorchester und Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt), die Celli von Jan Ickert (Theater Erfurt), die Kontrabässe von Hedwig Matros-Büsing, die Holzbläser von Prof. Paul Dahme und die Blechbläser von Thomas Bernstein (alle Frankfurter Opern- und Museumsorchester bzw. Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt) betreut. Die künstlerische Leitung des Jugend-Sinfonie-Orchesters Hochtaunus liegt bei Lars Keitel.
Hintergrund Johann-Isaak-von-Gerning-Stiftung:
Die Stiftung wurde 2008 als Stiftung für Kunst und Kultur im Hochtaunuskreis gegründet. Vorstandsvorsitzender ist Landrat Ulrich Krebs. Ein Kuratorium berät über die inhaltliche Ausgestaltung. Erklärtes Ziel ist es, Privatpersonen, Unternehmen und Institutionen durch die Möglichkeiten, die eine Stiftung bietet, aktiv in die Kulturarbeit einzubeziehen. So sollen Zustifter und Unterstützer aus Wirtschaft und Gesellschaft gewonnen werden, um ihre Arbeit nach dem Vorbild von Bürgerstiftungen auf eine möglichst breite gesellschaftliche Basis zu stellen. Der Hochtaunuskreis hat das Grundkapital von 560.000 Euro zur Verfügung gestellt. Ansprechpartner ist Gregor Maier, Leiter des Fachbereiches Kultur im Hochtaunuskreis (Tel. 06172 999-4600 oder gregor.maier@hochtaunuskreis.de). Informationen gibt es unter www.hochtaunuskreis.de/kultur.
Namensgeber der Stiftung ist der Gelehrte und Dichter Johann Isaak von Gerning (1767-1837), der dem heutigen Kreisgebiet in besonderer Weise verbunden war. Seit 1802 verbrachte er den Sommer meist in seinem Kronberger Landhaus, das er "Tauninum" nannte; seit 1803 wohnte er auch in Homburg. 1804 erhielt er den Titel eines hessen-homburgischen Geheimrats. Seit der Aufnahme Hessen-Homburgs in den Deutschen Bund vertrat er die Landgrafschaft in der Bundesversammlung. Gerning ist damit den beiden Territorialherrschaften, an die der Hochtaunuskreis im Wesentlichen anknüpft, gleichermaßen eng verbunden: der Landgrafschaft Hessen-Homburg und dem Herzogtum Nassau, zu dem Kronberg gehörte.
Johann Isaak von Gerning kann als einer der Väter des Namens "Taunus" gelten. In seinem Lehrgedicht "Die Heilquellen am Taunus" (1813), das dem Landgrafen von Hessen-Homburg gewidmet ist, unternimmt der Autor eine imaginäre gelehrte Reise durch den Taunus; er trug dadurch wesentlich zur Durchsetzung des Namens "Taunus" statt der hergebrachten "Höhe" bei. Gerning erwarb sich auf zahlreichen Feldern des kulturellen Lebens - Literatur, bildender Kunst, Geschichte, Altertumskunde, Landeskunde - große Verdienste. |
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