Jugend-Sinfonie-Orchester Hochtaunus: Noten verschickt, Programm festgelegt: v. Beethoven, Bernstein, Haydn und Schubert
| 14.04.2010 11:32 |
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Hochtaunuskreis. Das Konzertprogramm ist ausgewählt, die Noten sind verschickt. Nun wird es ernst für die 70 ausgewählten Musikerinnen und Musiker des Jugend-Sinfonie-Orchesters Hochtaunus. Ludwig v. Beethovens Egmont -Ouvertüre Op. 84, Joseph Haydns Sinfonia concertante B-Dur Hob I/105, Franz Schuberts Sinfonie Nr.3 D-Dur D 200 und Leonard. Bernsteins West Side Story (Selections for orchestra) müssen geübt werden. "Zunächst proben die Jugendlichen noch für sich, im Juni steht dann die Probenwoche in den Instrumentengruppen und als Gesamtorchester an", erklärt der Vorstandsvorsitzende der Johann-Isaak-von-Gerning-Stiftung, Landrat Ulrich Krebs. Bei den Konzerten am 30. Juni in der Stadthalle Oberursel und am 1. Juli im Hessenpark wird das Ergebnis dann zu hören sein.
Während der Probenphase im Juni werden die Violinen von Dimiter Ivanov (Frankfurter Opern- und Museumsorchester) und Beate Lauer (Akademie für Tonkunst Darmstadt), die Violen von Prof. Jörg Heyer (ehemals hr-Sinfonieorchester und Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt), die Celli von Jan Ickert (Theater Erfurt), die Kontrabässe von Hedwig Matros-Büsing, die Holzbläser von Prof. Paul Dahme und die Blechbläser von Thomas Bernstein (alle Frankfurter Opern- und Museumsorchester bzw. Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt) betreut. Die künstlerische Leitung des Jugend-Sinfonie-Orchesters Hochtaunus liegt bei Lars Keitel. Dieser freut sich berichten zu können, dass zahlreiche Mitglieder des Jugend-Sinfonie-Orchesters Preisträger des diesjährigen Regional- und Landeswettbewerbs "Jugend musiziert" geworden sind. 13 Mitglieder des Orchesters haben den Bundeswettbewerb "Jugend musiziert" im Mai erreicht. "Hierin zeigt sich deutlich, welches musikalische Potential in unserem neuen Jugend-Sinfonie-Orchester steckt", so Keitel.
Hintergrund Johann-Isaak-von-Gerning-Stiftung:
Die Stiftung wurde 2008 als Stiftung für Kunst und Kultur im Hochtaunuskreis gegründet. Vorstandsvorsitzender ist Landrat Ulrich Krebs. Ein Kuratorium berät über die inhaltliche Ausgestaltung. Erklärtes Ziel ist es, Privatpersonen, Unternehmen und Institutionen durch die Möglichkeiten, die eine Stiftung bietet, aktiv in die Kulturarbeit einzubeziehen. So sollen Zustifter und Unterstützer aus Wirtschaft und Gesellschaft gewonnen werden, um ihre Arbeit nach dem Vorbild von Bürgerstiftungen auf eine möglichst breite gesellschaftliche Basis zu stellen. Der Hochtaunuskreis hat das Grundkapital von 560.000 Euro zur Verfügung gestellt. Ansprechpartner ist Gregor Maier, Leiter des Fachbereiches Kultur im Hochtaunuskreis (Tel. 06172 999-4600 oder gregor.maier@hochtaunuskreis.de). Informationen gibt es unter www.hochtaunuskreis.de/kultur.
Namensgeber der Stiftung ist der Gelehrte und Dichter Johann Isaak von Gerning (1767-1837), der dem heutigen Kreisgebiet in besonderer Weise verbunden war. Seit 1802 verbrachte er den Sommer meist in seinem Kronberger Landhaus, das er "Tauninum" nannte; seit 1803 wohnte er auch in Homburg. 1804 erhielt er den Titel eines hessen-homburgischen Geheimrats. Seit der Aufnahme Hessen-Homburgs in den Deutschen Bund vertrat er die Landgrafschaft in der Bundesversammlung. Gerning ist damit den beiden Territorialherrschaften, an die der Hochtaunuskreis im Wesentlichen anknüpft, gleichermaßen eng verbunden: der Landgrafschaft Hessen-Homburg und dem Herzogtum Nassau, zu dem Kronberg gehörte.
Johann Isaak von Gerning kann als einer der Väter des Namens "Taunus" gelten. In seinem Lehrgedicht "Die Heilquellen am Taunus" (1813), das dem Landgrafen von Hessen-Homburg gewidmet ist, unternimmt der Autor eine imaginäre gelehrte Reise durch den Taunus; er trug dadurch wesentlich zur Durchsetzung des Namens "Taunus" statt der hergebrachten "Höhe" bei. Gerning erwarb sich auf zahlreichen Feldern des kulturellen Lebens - Literatur, bildender Kunst, Geschichte, Altertumskunde, Landeskunde - große Verdienste. |






