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| 23.06.2010 11:47 |
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Hochtaunuskreis. "Endspurt" heißt es für die 70 jungen Musikerinnen und Musiker des neu gegründeten Jugend-Sinfonie-Orchester-Hochtaunus. "Ich freue mich, dass unser Projekt so großen Anklang gefunden hat und wir musikbegeisterte Jugendliche aus dem gesamten Kreisgebiet gewinnen konnten", sagte Landrat Ulrich Krebs bei der Vorstellung der Orchesterbesetzung in Bad Homburg und warb für die Konzerte am 30. Juni in der Stadthalle Oberursel und am 1. Juli im Hessenpark. Die Proben gehen nun mit einem gemeinsamen Aufenthalt in der Jugendherberge Bad Homburg in die heiße Phase. Zunächst finden an den ersten drei Tagen Stimmproben in den Instrumentalgruppen mit den verschiedenen Dozenten statt, die dann abends in Proben des gesamten Orchesters münden. Auf dem Programm stehen vier Werke von Ludwig v. Beethoven, Joseph Haydn, Franz Schubert und Leonard Bernstein. Eine Woche werden die Musikerinnen und Musiker in der Jugendherberge verbringen. Das Orchester wird dabei auch erstmals mit den Solisten zusammentreffen, die an den Konzerten mitwirken. "Auch wenn die Tage mit einer Probendauer von neun Stunden anstrengend werden, Spaß und Ausgleich stehen auch auf dem Programm", versicherte der künstlerische Leiter Lars Keitel. So besteht die Möglichkeit gemeinsam das WM-Spiel Deutschland - Ghana zu schauen und das Achtelfinalspiel am Sonntag wird von einem Grillfest begleitet.
Die Mitglieder des Jugend-Sinfonie-Orchesters Hochtaunus sind zwischen 11 und 20 Jahren alt. Die Auswahl der Orchesterbesetzung fand im Februar 2010 statt, seit April üben die 70 Jugendlichen für sich die ausgewählten Konzertstücke. Die Violinen werden von Dimiter Ivanov (Frankfurter Opern- und Museumsorchester) und Beate Lauer (Akademie für Tonkunst Darmstadt), die Violen von Prof. Jörg Heyer (ehemals hr-Sinfonieorchester und Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt), die Celli von Jan Ickert (Theater Erfurt), die Kontrabässe von Hedwig Matros-Büsing, die Holzbläser von Prof. Paul Dahme, die Blechbläser von Thomas Bernstein (alle Frankfurter Opern- und Museumsorchester bzw. Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt) und die Schlagzeuger von Andreas Nowak (Neue Frankfurter Philharmonie) betreut. Die künstlerische Leitung des Jugend-Sinfonie-Orchesters Hochtaunus liegt bei Lars Keitel.
Konzerte: Mittwoch, 30. Juni, 20 Uhr Stadthalle Oberursel, Donnerstag, 1. Juli, 20 Uhr Hessenpark. Die Karten sind zum Preis von 15 Euro für Erwachsene und 8 Euro für Schüler beim OK-Service in der Kumeliusstraße in Oberursel, beim Taunus Touristik Service im Landratsamt und bei der Tourist-Info im Hessenpark erhältlich. Selbstverständlich können die Karten auch an der Abendkasse erworben werden.
Konzertprogramm: Ludwig van Beethoven Ouvertüre zu Goethes Trauerspiel "Egmont" Op.84 (1770-1827)
Joseph Haydn Sinfonia concertante (1732-1809) für Violine, Violoncello, Oboe, Fagott und Orchester B-Dur Hob I:105 Allegro Andante Allegro con spirit
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Franz Schubert Sinfonie Nr. 3 in D-Dur D 200 (1797-1828) Adagio maestoso - Allegro con brio Allegretto Menuetto Vivace - Trio Presto vivace
Leonard Bernstein West Side Story (1918-1990) Selection for Orchestra
Hintergrund Johann-Isaak-von-Gerning-Stiftung: Die Stiftung wurde 2008 als Stiftung für Kunst und Kultur im Hochtaunuskreis gegründet. Vorstandsvorsitzender ist Landrat Ulrich Krebs. Ein Kuratorium berät über die inhaltliche Ausgestaltung. Erklärtes Ziel ist es, Privatpersonen, Unternehmen und Institutionen durch die Möglichkeiten, die eine Stiftung bietet, aktiv in die Kulturarbeit einzubeziehen. So sollen Zustifter und Unterstützer aus Wirtschaft und Gesellschaft gewonnen werden, um ihre Arbeit nach dem Vorbild von Bürgerstiftungen auf eine möglichst breite gesellschaftliche Basis zu stellen. Ansprechpartner ist Gregor Maier, Leiter des Fachbereiches Kultur im Hochtaunuskreis (Tel. 06172 999-4600 oder gregor.maier@hochtaunuskreis.de). Informationen gibt es unter www.hochtaunuskreis.de/kultur.
Namensgeber der Stiftung ist der Gelehrte und Dichter Johann Isaak von Gerning (1767-1837), der dem heutigen Kreisgebiet in besonderer Weise verbunden war. Er ist einer der Väter des Namens "Taunus" und erwarb sich auf zahlreichen Feldern des kulturellen Lebens - Literatur, bildender Kunst, Geschichte, Altertumskunde, Landeskunde - große Verdienste. |
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