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| 18.02.2010 11:00 |
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Hochtaunuskreis. 138 musikbegeisterte Jugendliche waren zum Vorspiel für das Jugend-Sinfonie-Orchester Hochtaunus gekommen, knapp 70 von ihnen sind ausgewählt worden. "Die Zahl der Anmeldungen für das Vorspiel hat gezeigt, dass wir mit unserem Vorhaben, das Jugend-Sinfonie-Orchester Hochtaunus zu gründen, richtig liegen. Die Jugendlichen haben eindrucksvoll bewiesen, welches musikalische Potential in ihnen steckt und welche Begeisterung sie für die Musik aufbringen", freut sich der Vorstandsvorsitzende der Johann-Isaak-von-Gerning-Stiftung, Landrat Ulrich Krebs. Die Johann-Isaak-von-Gerning-Stiftung - Stiftung für Kunst und Kultur im Hochtaunuskreis hat das Orchester als erstes ihrer Projekte aus der Taufe gehoben. Künftig werden 26 Violinen, zehn Violas, 12 Celli und drei Kontrabässe als Streichinstrumente im Orchester vertreten sein. Als Holzbläser werden zwei Querflöten, zwei Oboen, zwei Klarinetten und zwei Fagotte das Orchester ergänzen. Hinzu kommen noch zwei Trompeten, zwei Hörner, zwei Posaunen und zwei Schlagwerker.
"Das Niveau der Vorspiele war sehr hoch und die Atmosphäre sehr angenehm. Für die Jury war es nicht einfach, eine Auswahl zu treffen. Ich freue mich nun auf die Arbeit mit diesem Orchester in der Probenphase im Juni", so der künstlerische Leiter des Jugend-Sinfonie-Orchesters Hochtaunus, Lars Keitel. Die Vorspiele fanden am 6., 7., 13. und 14. Februar in der Aula des Kaiserin Friedrich Gymnasiums in Bad Homburg statt. Vor den Augen und Ohren einer renommierten Jury aus erfahrenen Musikerinnen und Musikern gaben die Jugendlichen ihr Können zum Besten. Vorgetragen wurden ein schneller und ein langsamer Satz aus zwei unterschiedlichen musikgeschichtlichen Epochen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen aus dem gesamten Kreisgebiet und angrenzenden Städten, sofern sie eine Schule im Hochtaunuskreis besuchen, in deren Orchester sie spielen, im Hochtaunuskreis die musikalische Ausbildung erhalten oder Ensembles im Kreisgebiet angehören.
Auch während der Probenphase im Juni werden die Violinen von Dimiter Ivanov (Frankfurter Opern- und Museumsorchester) und Beate Lauer (Akademie für Tonkunst Darmstadt), die Viola von Prof. Jörg Heyer (ehemals hr-Sinfonieorchester und Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt), die Celli von Jan Ickert (Theater Erfurt), die Kontrabasse von Hedwig Matros-Büsing, die Holzbläser von Prof. Paul Dahme und die Blechbläser von Thomas Bernstein (alle Frankfurter Opern- und Museumsorchester und Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt) betreut.
Krebs und Keitel erinnern noch einmal an die Konzerttermine kurz vor den Sommerferien am 30. Juni in der Stadthalle Oberursel und am 1. Juli im Hessenpark und freuen sich schon jetzt auf zahlreiche Zuhörer.
Hintergrund Johann-Isaak-von-Gerning-Stiftung:
Die Stiftung wurde 2008 als Stiftung für Kunst und Kultur im Hochtaunuskreis gegründet. Vorstandsvorsitzender ist Landrat Ulrich Krebs. Ein Kuratorium berät über die inhaltliche Ausgestaltung. Erklärtes Ziel ist es, Privatpersonen, Unternehmen und Institutionen durch die Möglichkeiten, die eine Stiftung bietet, aktiv in die Kulturarbeit einzubeziehen. So sollen Zustifter und Unterstützer aus Wirtschaft und Gesellschaft gewonnen werden, um ihre Arbeit nach dem Vorbild von Bürgerstiftungen auf eine möglichst breite gesellschaftliche Basis zu stellen. Der Hochtaunuskreis hat das Grundkapital von 560.000 Euro zur Verfügung gestellt. Ansprechpartner ist Gregor Maier, Leiter des Fachbereiches Kultur im Hochtaunuskreis (Tel. 06172 999-4600 oder gregor.maier@hochtaunuskreis.de). Informationen gibt es unter www.hochtaunuskreis.de/kultur.
Namensgeber der Stiftung ist der Gelehrte und Dichter Johann Isaak von Gerning (1767-1837), der dem heutigen Kreisgebiet in besonderer Weise verbunden war. Seit 1802 verbrachte er den Sommer meist in seinem Kronberger Landhaus, das er "Tauninum" nannte; seit 1803 wohnte er auch in Homburg. 1804 erhielt er den Titel eines hessen-homburgischen Geheimrats. Seit der Aufnahme Hessen-Homburgs in den Deutschen Bund vertrat er die Landgrafschaft in der Bundesversammlung. Gerning ist damit den beiden Territorialherrschaften, an die der Hochtaunuskreis im Wesentlichen anknüpft, gleichermaßen eng verbunden: der Landgrafschaft Hessen-Homburg und dem Herzogtum Nassau, zu dem Kronberg gehörte.
Johann Isaak von Gerning kann als einer der Väter des Namens "Taunus" gelten. In seinem Lehrgedicht "Die Heilquellen am Taunus" (1813), das dem Landgrafen von Hessen-Homburg gewidmet ist, unternimmt der Autor eine imaginäre gelehrte Reise durch den Taunus; er trug dadurch wesentlich zur Durchsetzung des Namens "Taunus" statt der hergebrachten "Höhe" bei. Gerning erwarb sich auf zahlreichen Feldern des kulturellen Lebens - Literatur, bildender Kunst, Geschichte, Altertumskunde, Landeskunde - große Verdienste. |
Hochtaunuskreis
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