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Katastrophenschutzstab des Hochtaunuskreises übt den Ernstfall: großflächiger Stromausfall legt öffentliches Leben lahm


29.04.2010 10:14

Hochtaunuskreis. Ein großflächiger Stromausfall, der das öffentliche Leben nahezu lahm legt: das war das Szenario, dem sich der Katastrophenschutzstab des Hochtaunuskreises am vergangen Samstag bei seiner Katastrophenschutzübung gegenübersah.

"Solche Übungen sind wichtig, um ein Problembewusstsein für den Ernstfall zu schaffen. Tritt ein solch großes Schadensereignis ein, dann bedarf das einer besonderen Koordination der Einsatzkräfte. Dazu gibt es den Katastrophenschutzstab, der die Lage unter Kontrolle bringen soll", berichtet Landrat Ulrich Krebs.

 

Dieser Katastrophenschutzstab bestand bei der Übung aus 19 Mitgliedern - Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Hochtaunuskreises, Vertretern der Feuerwehr, des Technischen Hilfswerkes, der Bundeswehr und der Polizei. Die Übungsleitung, die den Katastrophenschutzstab mit eingespielten Meldungen beschäftigte und auf dessen Entscheidungen reagierte, lag bei insgesamt sechs Personen der Abteilung Brandschutz, Rettungsdienst und Katastrophenschutz des Hochtaunuskreises, des DRK und des THW.

 

Ein flächendeckender Stromausfall betrifft alle Bereiche einer modernen, auf Technik basierenden Gesellschaft: Rettungsdienste, Wasserversorgung, Kläranlagen, die Landwirtschaft, Gesundheitswesen, Behörden, sie alle brauchen Unterstützung. So hat der Stab eine ganze Menge zu organisieren und abzustimmen, um das öffentliche Leben in Gang zu halten. Beispielsweise musste die Notstromversorgung für Viehhaltungsbetriebe bereitgestellt werden, Personen, die in häuslicher Pflege leben und von lebensunterstützenden Geräten abhängig sind, wurden energietechnisch versorgt, Verpflegungsstellen für ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger wurden kreisweit eingerichtet.

Während der Übung spitzte sich die fiktive Lage soweit zu, dass sich zeitgleich noch ein Verkehrsunfall auf der A5 mit eingeklemmter Person sowie ein Großfeuer ereigneten. Zudem setzte ein Starkregen ein, der im Gebiet von Weilrod nieder ging.

Der Katastrophenschutzstab hatte hierbei die Aufgabe, alle Maßnahmen zu veranlassen, um diese Einsätze abzuarbeiten, immer unter dem Aspekt, dass kein Strom vorhanden war.

 

"Alle Beteiligten haben sehr gut zusammengearbeitet und die komplexen Aufgaben zielgerichtet gelöst. Wir haben heute wichtige Erfahrungen gemacht, die uns in der Praxis helfen werden", bilanzierte Landrat Krebs und bedankte sich bei allen Beteiligten für ihren Einsatz.

 

 

Foto: Mitglieder des Katastrophenschutzstabs bei der Arbeit im Raum des Katastrophenschutzstabes im Landratsamt