Kein Engpass bei Besetzung von Stellen für Erzieherinnen und Erzieher
| 09.06.2009 17:31 |
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Hochtaunuskreis. Im Hochtaunuskreis gibt es derzeit mit Blick auf die neue Landesverordnung keinen Engpass bei der Besetzung von Stellen in Kindertagesstätten mit Erzieherinnen und Erziehern. Zu diesem Ergebnis kommt der Bericht, den Erster Kreisbeigeordneter Dr. Wolfgang Müsse den Fraktionen des Kreistages vorlegen wird.
Diese hatten nachgefragt wie viele Erzieherinnen und Erzieher im Kreis ausgebildet werden und ob die Ausbildungskapazitäten ausreichten, um die personellen Vorraussetzungen, die nach dem Inkrafttreten der neuen Landesverordnung "Mindestvoraussetzungen in Tageseinrichtungen für Kinder" gelten, erfüllen zu können. Die Verordnung sieht unter anderem vor, dass die Zahl der Fachkräfte in jeder Kindergruppe für Kinder bis zum 3. Lebensjahr auf zwei Fachkräften an Stelle der bisher 1,5 Fachkräfte erhöht werden muss. Weiterhin muss die personelle Besetzung in jeder Kindergruppe mit unterschiedlichen Altersstufen bzw. mit Kindern vom vollendeten 3. Lebensjahr bis zum Schulantritt mit mindestens 1,75 Fachkräften statt bisher 1,5 Fachkräfte gewährleistet sein.
"Im Hochtaunuskreis haben viele der Städte und Gemeinden mit der Personalausstattung in den Kindertagesstätten über den bisherigen Vorgaben der Verordnung über Mindestvoraussetzungen in Tageseinrichtungen für Kinder gelegen. Dadurch sind sie in der Lage, die neue Verordnung meist ohne Neueinstellung zu erfüllen", erläutert Dr. Müsse. Schwierigkeiten bei der Stellenbesetzung zeichnen sich derzeit lediglich dadurch ab, dass sich die Bewerberzahl auf ausgeschriebene Stellen reduziert oder Stellen mehrmals ausgeschrieben werden müssen. Zurzeit ist noch kein Notstand bei der Besetzung vorhandener Stellen im Hochtaunuskreis festzustellen. Es bleibt abzuwarten, ob es mit dem Ausbau der Betreuung für unter 3jährigen schwieriger wird, Stellen zu besetzen.
Im Kreis selbst ist die Ketteler-La-Roche-Schule als Fachschule für Sozialpädagogik in Oberursel in der Ausbildung von Erzieherinnen und Erziehern tätig. Im Jahr 2009 entlässt sie insgesamt 75 Personen mit dem Fachschulabschluss als Erzieherin bzw. Erzieher. Im Folgejahr werden es 54 Personen sein.
Es ist nicht allein Aufgabe des Schulträgers, die Ausbildungszweige in seinem Gebiet festzulegen. Das Kultusministerium hat den Überblick über die Ausbildungssituation und vor allem muss die Gesamtkonferenz der Schule einem neuen Ausbildungszweig offen gegenüber stehen und ihn beschließen.
"Grundsätzlich gilt, dass wir Eigeninitiativen beruflicher Schulen, sollte sie ihr Ausbildungsangebot erweitern wollen, aufgeschlossen gegenüberstehen", so Landrat und Schuldezernent Ulrich Krebs.
"Eine solche Schule würde vor allem durch Kooperationsmodelle mit den Einrichtungen die Möglichkeit bieten Fachkräfte bereits in der Ausbildung an Einrichtungen im Hochtaunuskreis zu binden", so Erster Kreisbeigeordneter Dr. Müsse. |






