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| 10.06.2009 15:29 |
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Hochtaunuskreis. Der Limeserlebnispfad nimmt Formen an. Der Hochtaunuskreis setzt seine Ankündigung um und stellt einen einmaligen Zuschuss von 60.000 Euro für die Sanierung des Kleinkastells Altes Jagdhaus bereit. "Das Kleinkastell Altes Jagdhaus, am Sandplacken gelegen, ist ein herausragender Bestandteil des Limeserlebnispfades Hochtaunus. Mit diesem Pilotprojekt wollen wir einen Impuls für die weitere Gestaltung des Pfades geben", so Landrat Ulrich Krebs.
Das im 2. Jahrhundert entstandene Kastell wurde 1893 ausgegraben. Sein Mauerwerk besteht aus Quarzitbruchsteinen, die ohne Mörtel binderartig und meist unter Einhaltung von durchlaufenden Schichten aufgemauert wurden. Der Eingang befindet sich auf der dem Limes zugewendeten Seite und ist 3,30 m breit. Besonders interessant ist der Innenbau des Kastells, hier finden sich Grundmauern eines Jagdhauses aus dem 16. Jahrhundert.
Bei den notwendigen Restaurierungsmaßnahmen, die im Juli beginnen, wird zunächst das Baufeld freigemacht. Anschließend wird der Umfassungswall hergerichtet und die Fläche um das Jagdhaus bis zum Wall planiert und eingeebnet. Zudem werden die Mauerreste des Jagdhauses freigelegt und gesichert. Um das Jagdhaus von den römischen Resten abzuheben, sind so genannte Splittflächen innerhalb des ehemaligen Jagdhausgebäudes geplant.
"Die Lage des Kastells am Besuchermagnet Sandplacken-Pass mit seinen Parkplätzen und gastronomischen Angeboten macht das Kleinkastell Altes Jagdhaus zu einem wichtigen Aushängeschild für den Taunus-Limes. Wir können so zahlreiche Besucher auf das römische archäologische Erbe im Hochtaunuskreis aufmerksam machen", erläutert Krebs das Engagement des Hochtaunuskreises.
Mit ihren Unterschriften unter dem Gesellschaftsvertrag haben die Städte Friedrichsdorf und Oberursel sowie die Gemeinden Glashütten, Schmitten und Wehrheim gemeinsam mit dem Hochtaunuskreis die Limeserlebnispfad Hochtaunus GmbH im Juni 2008 gegründet. "Die Beteiligten haben es sich zur Aufgabe gemacht, die "Königsstrecke" des Obergermanisch-Rätischen Limes erlebbar zu machen", stellt der Landrat die Zielsetzung der Gesellschaft klar. Neben dem Hauptportal in Glashütten plant die Gesellschaft ein kleineres Portal am Sandplacken zum Einstieg in den Limeserlebnispfad zu erreichten. Diese Maßnahmen werden eng miteinander abgestimmt und sollen zeitgleich umgesetzt werden.
Die Idee zum "Limeserlebnispfad Hochtaunus" wurde im Zusammenhang mit der Bewerbung des Limes um die Aufnahme in die UNESCO-Welterbeliste unter Federführung des Saalburgmuseums entwickelt. An 17 Orten entlang des Limes werden Hinweistafeln in deutscher und englischer Sprache den Besucher in die römische Geschichte begleiten. Der Limeserlebnispfad umfasst die Strecke zwischen Glashütten und Obermörlen im Wetteraukreis - mit der Saalburg im Zentrum. Der Pfad nutzt den Verlauf des bereits vorhandenen Limeswanderweges, eine Neuanlage von Wegen ist damit nicht notwendig. |
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