Kreis meldet neun Projekte für Konjunkturprogramm - Herzstück: Gymnasium Oberursel
| 11.03.2009 15:08 |
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Hochtaunuskreis. Neun Schulbaumaßnahmen meldet der Hochtaunuskreis zur Finanzierung durch die Konjunkturprogramme von Bund und Land an. Herzstück ist dabei der Erweiterungsbau des Gymnasiums Oberursel, für den bisher der Baubeginn im Laufe des Jahres 2010 vorgesehen war. Nach Beschluss des Kreisausschusses stehen zudem Sanierungs-, Erweiterungs- und Neubaumaßnahmen am Taunusgymnasium, der Friedrich-Stoltze-Schule, der Altkönigschule, der Feldbergschule, der Paul-Maar-Schule, der Grundschule Weißkirchen, der Hardtwaldschule und der Saalburgschule auf der Liste. Es können weitere Maßnahmen hinzutreten, sollten andere Landkreise ihre Fördermittel nicht abrufen können. "Unser Landkreis verfolgt seit Jahren das ehrgeizigste Schulbauprogramm in ganz Hessen. Wir freuen uns, dass wir durch die von Bund und Land zur Verfügung gestellten Mittel nun einige Baumaßnahmen vorziehen können", so Landrat Ulrich Krebs bei der Vorstellung der Projekte. Gleichzeitig verwies er darauf, dass gerade im Usinger Land schon viele Bau- und Sanierungsmaßnahmen umgesetzt wurden oder bereits im Haushalt veranschlagt sind. Somit könnten sie nicht zur Förderung durch das Konjunkturprogramm angemeldet werden.
Der Hochtaunuskreis kann aus den Programmen von Bund und Land insgesamt rund 38,5 Millionen Euro abrufen. Bei den angemeldeten Projekten muss es sich um Neubaumaßnahmen, Grundsanierungen oder allgemeine Sanierungen handeln, bei denen die Bestimmungen der Energieeinsparverordnung und anderer begleitender Gesetze dieses Bereichs einzuhalten sind. Die Maßnahmen müssen zudem im Jahr 2009 begonnen werden und zusätzlich sein. "Die ausgewählten Projekte entsprechen diesen Kriterien. Gerade der Energieaspekt spielt für den Hochtaunuskreis schon heute eine wichtige Rolle. Wir setzen neueste energetische Maßstäbe an und die vom Kreis beschlossenen Gebäudestandards gehen deutlich über die Anforderungen der jeweils gültigen Energieeinsparverordnung hinaus", so Krebs.
"All diese zusätzlichen Maßnahmen sind auch deshalb umzusetzen, weil der Hochtaunuskreis vier neue Stellen im Hochbauamt schafft", verkündet der Landrat. Bei der Sporthalle an der Paul-Maar-Schule gehe der Kreis neue Wege. Erstmals wird hier der Architekt mit zusätzlichen Kompetenzen in der Planungsphase ausgestattet. So kann er die anderen Fachplaner direkter einbinden und führen. Dadurch soll eine Beschleunigung der Planungsarbeiten erreicht werden.
Aus dem Hessischen Konjunkturprogramm fließen, neben den Mitteln für Baumaßnahmen, im Hochtaunuskreis auch 3,85 Millionen Euro in die Verbesserung des Lernumfeldes. "Der Hochtaunuskreis spielt schon heute eine Vorreiterrolle bei der Ausstattung seiner Schulen im IT-Bereich. Diese Vorreiterrolle werden wir ausbauen und investieren 1,6 Millionen Euro in die IT-Fitness unserer Schülerinnen und Schüler. Der Hochtaunuskreis wird alle Fachräume an weiterführenden Schulen und beruflichen Schulen mit interaktiven Tafeln ausstatten", kündigt Schuldezernent Krebs an. Weitere 1,72 Mio. Euro fließen in die Ausstattung von Projekten aus den Fächern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik sowie in die Anschaffung von Maschinen, Möbeln und Spielgeräten. Schließlich werden insgesamt 530.000 Euro als Budget an die Schulen vergeben. Jede einzelne Schule kann dann selbst über die Anschaffung von Gebrauchsgütern aus diesem Budget entscheiden. ***
Gymnasium Oberursel Das Gymnasium Oberursel soll bis 2011 neue Klassen- und Fachräume und einen Ganztagesbereich mit Mensa bekommen. Zudem will der Kreis eine neue Dreifeldturnhalle bauen. Durch die Beschleunigung der Planungsarbeiten und Umstellungen in der Bauausführung sollen die Bauarbeiten nun schon im Sommer 2009 eingeleitet werden. Zunächst werden die Altbauten abgebrochen, anschließend die äußerst aufwendigen Arbeiten für die Herstellung der Baugrube vorgenommen, so dass voraussichtlich noch in diesem Jahr mit den Fundamenten begonnen werden kann.
Taunusgymnasium (Königstein) Die Mittel aus dem Konjunkturprogramm fließen in die Sanierung des Daches, große Teile der Bodenbeläge und der WC-Anlagen sowie weitere kleinere Sanierungsarbeiten. Zudem soll die Erschließung der Schule verbessert und zur Sicherheit der Schülerinnen und Schüler ein Zaun um das Schulgelände gezogen werden. Diese zusätzlichen Maßnahmen ergänzen die für 2009 geplante Sanierung der Sporthallen und den Einbau einer Cafeteria.
Friedrich-Stoltze-Schule (Königstein) An der Friedrich-Stoltze-Schule wird mit den Mitteln der Konjunkturprogramme das Dach beider Gebäude erneuert. Zudem steht die Neugestaltung der gesamten Freifläche an und das große, schwer kontrollierbare Schulgelände soll durch eine Umzäunung gesichert werden. Darüber hinaus plant der Landrat mit vorhandenen Haushaltsmitteln ein Modulgebäude mit voraussichtlich zehn Fach- bzw. Klassenräumen auf dem Gelände der Friedrich-Stoltze-Schule zu errichten. Dies werde in enger Abstimmung mit der Schulleitung geschehen, um hier noch in diesem Jahr zu einer spürbaren Verbesserung der Raumsituation zu kommen. Altkönigschule (Kronberg) Unabhängig von den laufenden Sanierungsmaßnahmen am Schulgebäude der Altkönigschule, soll die Sporthalle um einen Gymnastikraum und zusätzliche Umkleideflächen erweitert werden. Mit dem zusätzlichen Gymnastikraum wird der Hochtaunuskreis die Vorgaben des Kultusministeriums für den Sportunterricht erfüllen. Die Arbeiten sollen im Frühsommer 2009 beginnen. Ende des Jahres könnten die Räumlichkeiten in Betrieb genommen werden.
Feldbergschule (Oberursel) Die Sanierung der Sporthalle der Feldbergschule ist im Investitionsprogramm des Kreises in den Jahren 2011 bis 2013 vorgesehen. Diese Sanierung soll nun im Rahmen des Konjunkturprogramms vorgezogen werden. Mit der Bauausführung könnte im zweiten Halbjahr 2009 begonnen werden, mit der Fertigstellung ist im Jahr 2010 zu rechnen.
Paul-Maar-Schule (Bad Homburg) Der überwiegende Teil des Sportunterrichts der Paul-Maar-Schule findet in der Sporthalle der Stadt Bad Homburg "Am Wingert" statt, zu der die Schülerinnen und Schüler mit dem Bus gebracht werden müssen. Um eine schulnahe Lösung umzusetzen, benötigt die Schule eine Einfeld-Sporthalle, die im Investitionsprogramm des Kreises derzeit für die Jahre 2011/2012 vorgesehen ist. Der Bau dieser Sportanlage soll nun vorgezogen werden. Mit den Rohbauarbeiten könnte im September 2009 begonnen werden, bis Herbst 2010 könnte die Halle bezugsfertig sein. Mit dem Bau der Halle schafft der Kreis auch zusätzliche Schulsporthallenkapazitäten.
Grundschule Weißkirchen (Oberursel) Nachdem an der Grundschule Weißkirchen umfangreiche Sanierungen vorgenommen wurden und ein Erweiterungsbau entstanden ist, steht noch die Grundsanierung der Sporthalle an. Diese war ab dem Jahr 2012 vorgesehen und könnte nun vorgezogen werden. Dazu werden die Planungen kurzfristig eingeleitet, so dass mit der Bauausführung in der zweiten Hälfte des Jahres 2009 begonnen werden kann. Die Fertigstellung der Sanierung ist für Mitte des Jahres 2010 vorgesehen.
Hardtwaldschule (Friedrichsdorf) Der Hochtaunuskreis plant an der Hardtwaldschule ein Betreuungszentrum zu errichten. Nach bisherigen Planungen sollten die Bauarbeiten im Laufe des Jahres 2010 beginnen. Durch eine beschleunigte Planung und die Umstellung des bisher vorgesehenen Bauausführungskonzeptes soll sichergestellt werden, dass mit der Durchführung der Baumaßnahme bereits im Jahr 2009 gestartet werden kann. Nach der Verwaltungsvereinbarung mit der Stadt Friedrichsdorf bleibt die vorgesehene städtische Beteiligung bestehen.
Saalburgschule (Usingen) Die für die Saalburgschule beantragten Maßnahmen betreffen sowohl die Sanierung der Fassaden als auch des Daches. Der Hochtaunuskreis hatte diese Sanierungsmaßnahmen für das Jahr 2011 vorgesehen. Mit den zusätzlichen Mitteln kann die Sanierung von Fassade und Dach nun schon im Sommer 2009 starten. |






