Modellregion Integration Hochtaunuskreis: Zehn Projekte bewilligt
| 17.09.2010 11:20 |
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Hochtaunuskreis. "Wir freuen uns, dass das Hessische Ministerium der Justiz, für Integration und Europa zehn Projekte fördert, die uns im Rahmen unserer Arbeit in der Modellregion Integration Hochtaunuskreis unterstützen", so Erster Kreisbeigeordneter Dr. Wolfgang Müsse bei der Vorstellung der Projekte. Der Hochtaunuskreis ist seit Januar 2010 eine von sechs hessischen Modellregionen für Integration.
"Die bewilligten Projekte sind innovativ und haben als Ziel, Menschen mit Migrationshintergrund einen besseren Zugang zu staatlichen Institutionen, beispielsweise im Bildungsbereich zu ermöglichen. Ebenso geht es darum, die Integration in den Arbeitsmarkt zu stärken", berichtet Dr. Müsse. "Wir gehen davon aus, dass wir mit den unterschiedlichen Projektansätzen die Bedingungen für Integration im Hochtaunuskreis langfristig verbessern werden. Gelungene Projekte können als Vorbild für andere Regionen dienen", berichtet Dr. Müsse weiter.
Die nun bewilligten Projekte ergänzen die drei Standbeine der Modellregion Integration Hochtaunuskreis. Zum einen hat der Hochtaunuskreis ein Fallmanagement aufgebaut, in dessen Rahmen rund 30 Familien aus den Städten Friedrichsdorf, Neu-Anspach, Oberursel und Steinbach, die sich im langjährigen Sozialhilfebezug befinden, nach ihren individuellen Bedürfnisse bei der Integration unterstützt werden. "Gerade von der intensiven Begleitung dieser Familien erhoffen wir uns weitere Erkenntnisse darüber, welche Maßnahmen zum Gelingen der Integration beitragen", so Dr. Müsse weiter. Zum anderen wird das Themenfeld Migration und Integration in die Öffentlichkeit getragen, u.a. durch eine Fachtagung, die am 18./19. November im Hessenpark in Neu-Anspach stattfinden wird. Außerdem baut der Hochtaunuskreis in enger Zusammenarbeit mit dem Hessischen Ministerium der Justiz, für Integration und Europa ein Integrationsmonitoring auf, mit dem das Gelingen von Integration gemessen werden soll.
* * * Die geförderten Projekte:
Basa e.V. aus Neu-Anspach wird ein Theater-Projekt durchführen, in dem Jugendlichen mit besonderem Integrationsbedarf in puncto Sprachkompetenz und Empowerment gefördert werden.
Die Caritas Hochtaunus intendiert gemeinsam mit der Stadt Steinbach mit Hilfe von Bildungscoaching jungen Menschen mit Migrationshintergrund zu verbesserten Bildungsabschlüssen und Ausbildungsverhältnissen zu verhelfen.
Das DRK Hochtaunus spricht in Friedrichsdorf mit seinem Projekt Familien im Rahmen eines aufsuchenden und beratenden Ansatzes, u.a. zur Gesundheitsförderung, an.
Die Stadt Friedrichsdorf selbst trägt mit der Vernetzung aller in Friedrichsdorf in der Integration arbeitenden Akteure zur Modellregion Integration Hochtaunuskreis bei. Hierzu wird es einen moderierten Austausch geben. Zudem wird die Stadt die durch das Fallmanagement ermittelten Familien zusammenbringen, im Spracherwerb fördern und ihnen durch Exkursionen die neue Heimat zeigen. Ebenso wird eine Hausaufgabenbetreuung für Schülerinnen und Schüler der 5. und 6. Klasse eingerichtet.
Die Freiwilligen-Agentur Neu-Anspach baut ein Lotsen-System auf, das Menschen mit Migrationshintergrund den Zugang zu den gesellschaftlichen Institutionen erleichtern soll.
Der IB Hochtaunus baut für Friedrichsdorf, Oberursel und Steinbach eine Lotsenvermittlungsstelle auf. Die dort ausgebildeten Lotsen - in der Regel Menschen mit eigenen Migrations- und Integrationserfahrungen - beraten und unterstützen Menschen mit Migrationshintergrund z.B. in finanziellen Belangen.
Die türkisch-islamische Gemeinde Bad Homburg bietet einen offenen Austausch für Jugendliche mit und ohne Migrationshintergrund an, sowie einen Mal- und einen Kochkurs (Kennenlernen der türkischen Küche).
Der Verein zur Betreuung ausländischer Kinder und Jugendlicher Oberursel wird Kinder von der 3. bis zur 6. Klasse beim Wechsel in weiterführende Schulen begleiten.
Die Volkshochschule Hochtaunus wendet sich mit ihrem Projekt an die Mehrheitsgesellschaft: Mitarbeiter aus den öffentlichen Verwaltungen, sozialen Einrichtungen und Sportvereinen sollen interkulturell geschult werden.
Der Internationale Verein Windrose aus Oberursel bietet an der IGS Stierstadt Migrationsberatung an. Diese soll sich auf Sprachförderung und schulische Integration beziehen, aber auch das gesamte Umfeld der Schüler im Blick haben.
Die meisten Projekte sind für eine Zeitspanne bis Ende 2013 konzipiert. |






