Modellregion Integration: Beiträge der Fachtagung in Publikation veröffentlicht
| 25.08.2011 13:10 |
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Hochtaunuskreis. Die Beiträge der Fachtagung „Migration in den Hochtaunuskreis - Bereicherung und aktuelle Herausforderung“, die im vergangenen November im Freilichtmuseum Hessenpark stattfand, sind nun in einem Buch erschienen. „Als Modellregion Integration engagiert sich der Hochtaunuskreis in hohem Maße für die Verbesserung der Bildungs- und Arbeitsmarktchancen für Menschen mit Migrationshintergrund. Migration bedeutet für den Kreis Bereicherung und Herausforderung zugleich. Beides wird in den Beiträgen der Experten deutlich und kann nun noch einmal nachgelesen werden“, stellt der Erste Kreisbeigeordnete des Hochtaunuskreises, Dr. Wolfgang Müsse, die Publikation vor. In dem Band werden auf 126 Seiten historische und aktuelle Entwicklungen und Tendenzen der Migration beleuchtet und analysiert. So zeigt der Leiter des Fachbereichs Kultur, Gregor Maier, in seinem Beitrag, wie sich das Thema Integration durch die Regionalgeschichte des Hochtaunuskreises zieht, wie sie gelang und welche Konflikte überwunden werden mussten. Die Politologin Dr. Jutta Aumüller ordnet die Migration und Integration in den gesamtdeutschen Kontext ein, beleuchtet dabei die Formen der Migration und die Möglichkeiten der Integration. Dr. Mark Jakob befasst sich in seinem Text mit der Nachkriegsgeschichte. Direkt nach Kriegsende kamen Vertriebene und Flüchtlinge in den Hochtaunuskreis, in späteren Jahren auch so genannte Gastarbeiter. Thema seines Aufsatzes sind die unterschiedlichen Integrationswege dieser beiden Gruppen. Turgut Yüksel beschreibt aus soziologischer Sicht die historische Entwicklung und aktuelle Lage des Islam in Deutschland. Dabei positioniert er sich auch bei Themen wie der Teilnahme von Mädchen am schulischen Sportunterricht und dem Tragen des Kopftuchs. Schließlich analysiert Birgit Scheuerle, die Geschäftsführerin Aus- und Weiterbildung in der IHK Frankfurt, die Situation jugendlicher Migrantinnen und Migranten im Ausbildungs- und Arbeitsmarkt. Dabei wird deutlich, dass Jugendliche mit ausländischem Pass auch im Hochtaunuskreis seltener als deutschstämmige Jugendliche im dualen Ausbildungssystem und in weiterführenden Schulen vertreten sind.
„Die Themen sind spannend und sie helfen uns, unsere Arbeit in der Modellregion Integration zu fokussieren. So legen wir unseren Schwerpunkt weiterhin auf die Begleitung von Menschen mit Migrationshintergrund, die Hartz-IV beziehen. Diese suchen wir mit unserer Integrationsarbeit gezielt auf, ermitteln den konkreten Bedarf und bieten ihnen individuell abgestimmte Maßnahmen, um ihren Weg zur Integration zu gehen“, so Dr. Müsse. Der Hochtaunuskreis ist seit 2010 eine von sechs hessischen Modellregionen für Integration.
Das Buch „Migration in den Hochtaunuskreis - Bereicherung und aktuelle Herausforderung“ ist zum Preis von 12 Euro in Buchhandlungen oder beim Verlag (www.Jonas-Verlag.de) erhältlich, ISBN 978-3-89445-452-4. Der Band wurde durch das Landesprogramm „Hessische Modellregionen Integration“ finanziell unterstützt. |






