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Baubeginn: 18. Mai 2009
Fertigstellung: August 2009
Gesamtkosten: rund 3 Millionen Euro
Hochtaunuskreis. Landrat und Schuldezernent Ulrich Krebs übergab zum Schulbeginn des Schuljahres 2009/2010 das neue Modulgebäude der Christian-Wirth-Schule (CWS) an die Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte. "Auf Grund des erhöhten Raumbedarfs an der CWS war eine schnelle Lösung nötig. Der Bau dieses neuen Schulgebäudes trägt dem Rechnung und beendet die Auslagerung der Klassen an die Konrad-Lorenz-Schule", freut sich Krebs. Die Schülerzahlen haben sich in der Vergangenheit laufend erhöht. Zurückzuführen ist dies auf die steigende Beliebtheit der Schule und die verkürzte Gymnasialzeit (G8), die an der CWS mit diesem Schuljahr beginnt. Derzeit besuchen rund 1.400 Schülerinnen und Schüler die Christian-Wirth-Schule.
Zwischen der Marstallhalle und der neuen Sporthalle wurde das neue dreigeschossige Gebäude im Laufe von dreieinhalb Monaten errichtet. 18 Klassenräume, zwei Kursräume sowie ein EDV-Raum sind auf ca. 2.040 qm Fläche untergebracht. Zudem ist das Gebäude mit einem Aufzug ausgestattet, so dass die Barrierefreiheit der Räumlichkeiten gewährleistet ist. "Bei diesem Projekt ist nicht zuletzt dank hervorragender Zusammenarbeit aller Beteiligten von der Vorbereitung, Bauantragstellung und -genehmigung bis zur Realisierung und Bauausstattung alles perfekt gelaufen" berichtet Landrat Krebs über das von Schulleiterin Ellen Schwan-Schönemund so genannte "Wunder von Usingen".
Aufgrund des äußerst eng bemessenen Zeitrahmens setzte der Hochtaunuskreis bei der Ausschreibung auf Module, die bereits zu einem großen Teil vorgefertigt waren. Die Firma ALHO Systembau GmbH aus Morsbach erhielt schließlich den Zuschlag für den Schulbau und setzte die Pläne des Hochtaunuskreises um.
Die bereits zu Hälfte im Werk vorgefertigten 81 Module wurden mit LKW zum Gelände transportiert und innerhalb von acht Tagen errichtet. Es folgten der Innenausbau und die Fassadenbekleidung. Der Neubau entspricht der Energieeinsparverordnung EnEV 2009.
Der Hochtaunuskreis investierte im Rahmen des Schulbauprogramms "Schule für das 21. Jahrhundert" rund 3 Millionen Euro in dieses Modulgebäude.
Im Rahmen der Bauinitiative des Hochtaunuskreises wurde bereits im Sommer 2008 eine neue Sporthalle an der Christian-Wirth-Schule errichtet. Des Weiteren befindet sich derzeitig die Schulmensa im Bau, die im Herbst dieses Jahres abgeschlossen sein soll.
Christian-Wirth-Schule erhält interaktive Tafeln
Das neue Modulgebäude der Christian-Wirth-Schule wird als erste Schule im Hochtaunuskreis mit 12 elektronischen Whiteboards ausgestattet. "Der Umgang mit Medien fließ immer mehr in unseren Alltag ein. Mit dem Blick auf die berufliche Zukunft der Schülerinnen und Schüler ist die Förderung der Medienkompetenz von großer Bedeutung. Mit dem Einsatz der interaktiven Whiteboards wollen wir hier einen Standard setzen", erläutert Landrat und Schuldezernent Ulrich Krebs die moderne Schulausstattung.
Für die Zukunft ist geplant, dass in allen Schulen des Hochtaunuskreises interaktive Whiteboards installiert werden. Aktuell läuft die europaweite Ausschreibung für die Ausstattung von Fachräumen an weiterführenden Schulen aus Mitteln des Konjunkturprogramms.
Die "interaktiven Whiteboards" bestehen aus einer weißen Tafel mit einer stoß- und kratzfesten Oberfläche, einer Boardsensorik, einem Kurzdistanz-Beamer und einem Computer, die miteinander vernetzt sind. Durch dieses System sind Overheadprojektion und Projektion über einen Beamer zusammengefasst. Die interaktive Tafel ist an und in einer Montagewand installiert, die von Fachleuten des Hochbauamtes konzipiert wurde. In dieser innovativen Montagewand ist die komplette Technik versteckt, die nur noch einen Stromanschluss und optional einem Internetzugang benötigen, um einsatzbereit zu sein. Das Whiteboard ist durch Befestigung an Pylonen höhenverstellbar.
Auf der interaktiven Tafel können Bilder, Filme und Grafiken gezeigt werden, die mit einem Stift oder einem Finger mit Anmerkungen und Markierungen versehen werden können. Das interaktive Whiteboard lässt sich aber auch als ganz normale Schultafel benutzen. Durch eine Texterkennungssoftware können die handschriftlich erarbeiteten Tafelbilder zur Wiederverwendung gespeichert werden. "Sämtliche auf die Tafel gebrachten Informationen stehen damit zum Unterrichtsende in gängigen Dateiformaten zur Verfügung und können per E-Mail auf die Rechner der Schüler nach Hause gesendet werden", berichtet Krebs.
Die Lehrkräfte werden vom Lieferanten geschult. Basisschulungen vermitteln den Umgang mit den interaktiven Whiteboards, in Workshops werden fachspezifische Möglichkeiten des neuen Mediums vermittelt.
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