Neubau Philipp-Reis-Schule: Arbeiten schreiten gut voran
| 22.10.2010 11:30 |
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Hochtaunuskreis. Es geht hoch her auf dem rund 45.000 qm großen Gelände an der Färberstraße in Friedrichsdorf. Als größtes Projekt des Schulbauprogramms des Hochtaunuskreises wird die Philipp-Reis-Schule dort seit Herbst 2009 neu gebaut. Landrat Ulrich Krebs informierte sich heute bei einem Rundgang auf der Baustelle über den Baufortschritt. "Hier läuft alles nach Plan. Das ist bei einer Baustelle dieser Größe keine Selbstverständlichkeit. Ich bin sehr zuversichtlich, dass das auch künftig so bleiben wird. Es ist schön zu sehen, wie die Schule wächst", fasst Krebs zusammen.
Der Rohbau des eigentlichen Schulgebäudes ist bis auf die Stahlbetondecke über dem zweiten Obergeschoss der hinteren Gebäudeteile fertiggestellt. "Auch das Mensagebäude ist im Rohbau nahezu abgeschlossen", weiß Krebs. Nun folgten nach und nach von Süden nach Norden die Dachdämm- und Abdichtungsarbeiten sowie die Montage der Fassaden. Auch die Haustechnik werde bereits installiert.
Auch die Sporthallen wachsen Zug um Zug. So wurden die Dachträger der Zweifeldhalle bereits aufgelegt und angeschlossen. Nun folgt der weitere Dachaufbau. In der Dreifeldhalle wird die gesamte Technik in einer 45 m langen Wanne über der Tribünenanlage "versteckt". Diese brückenähnliche Wannenkonstruktion wird gerade gebaut. An sie schließt sich das Dachtragwerk an. Die über 30 m langen Dachträger können voraussichtlich Mitte November aufgelegt werden.
Rund um die Gebäude werden derzeit die Grundleitungen der Entwässerung eingebaut.
"Wir können nicht vorhersehen, was auf einer Baustelle dieser Größe noch alles passiert. Aus heutiger Sicht aber können wir den Terminplan halten und die Schule der Schulgemeinde im Herbst 2011 übergeben", so der Landrat.
Der Hochtaunuskreis investiert in die größte Einzelmaßnahme seines Schulbauprogramms inklusive aller Nebenkosten rund 75 Millionen Euro. Die Stadt Friedrichsdorf beteiligt sich entsprechend der abgeschlossenen Verwaltungsvereinbarung mit sechs Millionen Euro an den Kosten der Sporthallen.
Der Campus: Die Eingangshalle des neuen Gebäudekomplexes ist zentral von der Färberstraße aus zu erreichen. In dem Eingangsgebäude befinden sich künftig sowohl die Cafeteria als auch der Ganztagesbereich, die Verwaltungsräume, das Lehrerzimmer, die Bibliothek und Fachräume. An das Eingangsgebäude schließt sich linkerhand das Foyer der Mensa, die Mensa selbst mit Bühne und die Kulturwerkstatt an. Die Klassentrakte mit Klassenräumen und Teambereichen für alle Klassenstufen sind versetzt hinter dem Eingangsgebäude angeordnet. Dort werden sich dann auch die Räume des Medienzentrums des Hochtaunuskreises befinden. Die Fläche des Eingangshofes und die Freibereiche zwischen den Gebäudeteilen bilden die Pausenhöfe, die den einzelnen Jahrgangsstufen zugeordnet werden.
Die Sporthallen, eine Zwei-Feld- und eine Drei-Feld-Sporthalle, entstehen rechts neben dem Eingangsgebäude. In die Drei-Feld-Sporthalle wird zudem noch eine Tribüne für ca. 1.000 Zuschauer eingebaut.
Mit der Bauweise geht der Hochtaunuskreis neue Wege. Die Sporthallen der PRS werden in Passivhausbauweise errichtet, der Neubau der Schulgebäude wird hinsichtlich des Primärenergiebedarfs Werte erzielen, wie sie auch bei einer Passivhausbauweise erreichbar sind. Zur Beheizung von Schule und Sporthallen dient eine Kombination aus Geothermie und Holzpelletheizung in Verbindung mit einer Betonkernaktivierung. Die Erdwärmesonden wurden im Juli 2010 gesetzt.
Gebaut wird die Philipp-Reis-Schule nach den Plänen der Architekten Broghammer . Jana . Wohlleber aus Zimmern ob Rottweil, die 2006 als Sieger aus dem Architektenwettbewerb hervorgegangen sind. |






