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Philipp-Reis-Schule: Umzug in vollem Gange


23.01.2012 10:23

Hochtaunuskreis. Fertig ist sie, die neue Philipp-Reis-Schule an der Färberstraße in Friedrichsdorf. „Damit haben wir die größte Einzelbaumaßnahme im Rahmen des Schulbauprogramms des Hochtaunuskreises abgeschlossen. Die Schulgemeinde ist nun dabei die neuen Räumlichkeiten in Besitz zu nehmen“, so Landrat Ulrich Krebs anlässlich seines Besuchs zu Beginn des Umzugs. Krebs erläuterte die logistische Herausforderung, die dieser Tage auf die Lehrerschaft und die beauftragte Umzugsfirma zukommt: „Drei 7,5 Tonnen-LWK fahren in den nächsten fünf Tagen im Pendelverkehr zwischen der alten und der neuen Philipp-Reis-Schule hin und her. Das Umzugsvolumen beträgt rund 2.000 Kubikmeter, was circa 120 LKW-Ladungen entspricht.“

Für den Umzug müssen alle zu transportierenden Gegenstände und Kartons mit einem entsprechenden Aufkleber versehen sein. 10.000 farbige Aufkleber stehen derzeit zur Verfügung. Alles was keinen Aufkleber hat, bleibt stehen. „Die Farbe der Aufkleber signalisiert, wo der Gegenstand oder Karton seinen neuen Platz findet“, erklärt Krebs.

Rund 2.000 Umzugskartons standen der Schule zur Verfügung, die Anzahl werde sich jedoch sicherlich weiter erhöhen.

Um den Umzug zu meistern, hat die Schule bereits frühzeitig festgelegt, dass vom 23. bis 27. Januar kein Unterricht stattfindet, ein umfangreiches Betreuungsangebot ist jedoch gegeben. Lediglich für die Jahrgangsstufe 13 wird, so kurz vor der Abiturprüfung, Pflichtunterricht in den Leistungskursen und Mathematik angeboten.

Die Woche vom 30. Januar bis 3. Februar hat die Schulleitung zur Einzugswoche erklärt. Die Klassen werden dann schrittweise die neue Schule beziehen, bis alle zur Ausgabe der Halbjahreszeugnisse am 3. Februar im neuen Gebäude sind.

 

Etwas mehr als zwei Jahre wurde auf dem rund 45.000 qm großen Grundstück gearbeitet. Die offizielle Einweihung findet am 11. Februar statt. Der Vormittag ist geladenen Gästen vorbehalten, ab 14 Uhr feiert die Schulgemeinde ein Schulfest mit Führungen für alle Interessierten. Die Sporthallen werden mit einem Fußballturnier ebenfalls am Nachmittag eröffnet.

 

Der Campus:

Die Eingangshalle des neuen Gebäudekomplexes ist zentral von der Färberstraße aus zu erreichen. In dem Eingangsgebäude befinden sich sowohl die Cafeteria als auch der Ganztagesbereich, die Verwaltungsräume, das Lehrerzimmer, die Bibliothek und Fachräume. An das Eingangsgebäude schließen sich linkerhand das Foyer der Mensa, die Mensa selbst mit Bühne und die Kulturwerkstatt an. Die Klassentrakte mit Klassenräumen und Teambereichen für alle Klassenstufen sind versetzt hinter dem Eingangsgebäude angeordnet. Dort findet auch das Medienzentrums des Hochtaunuskreises sein neues Zuhause.

Die Fläche des Eingangshofes und die Freibereiche zwischen den Gebäudeteilen bilden die Pausenhöfe, die den einzelnen Jahrgangsstufen zugeordnet werden.

 

Die Sporthallen, eine Zwei-Feld- und eine Drei-Feld-Sporthalle, sind rechts neben dem Eingangsgebäude entstanden. In der Drei-Feld-Sporthalle befindet sich eine Tribüne für ca. 1.000 Zuschauer.

 

Mit der Bauweise ist der Hochtaunuskreis neue Wege gegangen. Die Sporthallen der PRS wurden in Passivhausbauweise errichtet, der Neubau der Schulgebäude wird hinsichtlich des Primärenergiebedarfs Werte erzielen, wie sie auch bei einer Passivhausbauweise erreichbar sind. Zur Beheizung von Schule und Sporthallen dient eine Kombination aus Geothermie und Holzpelletheizung in Verbindung mit einer Betonkernaktivierung. Die Erdwärmesonden wurden im Juli 2010 gesetzt.

 

Gebaut wird die Philipp-Reis-Schule nach den Plänen der Architekten Broghammer . Jana . Wohlleber aus Zimmern ob Rottweil, die 2006 als Sieger aus dem Architektenwettbewerb hervorgegangen sind. In den Neubau der Schule hat der Hochtaunuskreis rund 70 Millionen Euro investiert.


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