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Photovoltaikanlage an der Humboldtschule


10.08.2009 14:31

Hochtaunuskreis. Im Rahmen der zurzeit laufenden Grundsanierung des sechsgeschossigen "Turmgebäudes" der Humboldtschule in Bad Homburg wird der Hochtaunuskreis eine Photovoltaikanlage installieren. "Die Photovoltaikanlage wird an einer geschlossene Teilfläche der nach Süden ausgerichteten Fassade angebracht", erläutert Landrat Ulrich Krebs. "Mit der Installation der Anlage möchten wir auch bei der Sanierung des Turmgebäudes einen Beitrag zu den Klimaschutzzielen der Bundesregierung und der Hessischen Landesregierung leisten. Gleichzeitig möchten wir auch das Profil der Humboldtschule, die seit Jahren über aktive Umweltarbeitsgemeinschaften verfügt, als "ökologisch orientierte" Schule stärken", so der Landrat.

 

Die Module werden vor der Gebäudedämmung mit einem speziellen Trägersystem montiert und ersetzen in diesen Bereichen die sonstige Fassadenverkleidung des Gebäudes. Die großformatigen anthrazitfarbenen Glaselemente der Photovoltaikanlage sind vollflächig auf einer Trägerplatte verklebt und fügen sich harmonisch in die Architektur des Gebäudes ein. Auf der etwa 22 m hohen Wandfläche des Gebäudes sollen rund 200 m² mit Photovoltaikelementen belegt werden.

 

Die Photovoltaikfassade der Humboldtschule wird nach einer Systemsimulation eine Leistung von ca. 19 kWp (KilowattPeak) haben. "Das sind, konservativ gerechnet, im Jahr etwa 14.000 Kilowattstunden Strom, die hier erzeugt werden können. Dies entspricht etwa dem Jahresstromverbrauch von drei bis vier Einfamilienhäusern", berichtet Krebs.

Der erzeugte Strom werde direkt in das Netz des Energieversorgers eingespeist. Nach dem Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG) ergebe sich bei einer Inbetriebnahme der Anlage im Jahr 2010 eine garantierte Einspeisevergütung von knapp 40 Cent./kWh und somit jährlich eine Einnahme von etwa 5.600 Euro. Bei etwa 100.000 Euro zusätzlichen Investitionskosten für die Anlage sei damit eine Amortisation innerhalb der Laufzeit der vom Gesetz garantierten Einspeisevergütung von 20 Jahren gewährleistet, erläutert der Landrat.

 

Mit der Sanierung des Turmgebäudes der Humboldtschule wurde im April 2009 begonnen. Im Rahmen der noch bis Sommer 2010 laufenden Maßnahme wird das Gebäude vollständig entkernt und erhält einen neuen und den heutigen Anforderungen entsprechenden Innenausbau. Ferner wird die gesamte Fassade mit allen Fenstern erneuert und nach heutigen Standards mit Wärmedämmung versehen. "Zusammen mit der energiesparenden Haustechnik werden wir bei dem Gebäude einen Niedrigenergiehausstandard erreichen", so Landrat Ulrich Krebs. Der Kreis investiert in die Arbeiten an diesem Gebäude insgesamt etwa 11,85 Millionen Euro.

 

Die Sanierung des Turmgebäudes bildet den vierten Abschnitt der Modernisierungs- und Erweiterungsmaßnahmen an der Schule. Vorher wurden bereits die Hochtaunushalle, der Klassentrakt mit Verwaltungsgebäude und das sogenannte Atriumgebäude saniert und erweitert.