Präventionsprojekt „Frühe Hilfen“ im Hochtaunuskreis gestartet
| 20.05.2011 14:01 |
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Hochtaunuskreis. Eltern von Beginn an im Umgang mit ihren Kindern zu unterstützen und somit in einer neuen Lebenssituation zu begleiten, ist das Ziel des Präventionsprojektes „Frühe Hilfen“ des Hochtaunuskreises. Nach der Vorstellung des Projektes durch die Kreisverwaltung hat der Ausschuss für Jugend, Soziales und Integration die Umsetzung befürwortet. Der Kreisausschuss hat nun die vertraglichen Weichen gestellt. Das Projekt „Frühe Hilfen“ wird im Hochtaunuskreis durch die Initiative „Kinder sind wichtig - Eltern auch“ (Kiwi) der Jugendhilfe Usinger Land durchgeführt. „Kiwi ist im Bereich früher Hilfen bereits erfolgreich tätig und weiß, welche Hilfen den Eltern in bestimmten Situationen angeboten werden können“, freut sich Erster Kreisbeigeordneter Dr. Wolfgang Müsse darüber, Kiwi für diese Aufgabe gewonnen zu haben. Der Hochtaunuskreis hat dafür 90.000 Euro bereitgestellt.
Die „Frühen Hilfen“ umfassen sowohl die Elterninformationen als auch intensive Beratungsangebote. Durch gezielte Anleitung und Unterstützung sollen Eltern gegenüber dem Versorgungs- und Schutzbedürfnis ihrer Kinder in ihrer Kompetenz gestärkt werden. „Unser Ziel ist es, Eltern möglichst früh zu erreichen, sie davon zu überzeugen Hilfen anzunehmen und dadurch ihre Verantwortung und Handlungskompetenz zu stärken“ erklärt Dr. Müsse. Die Hilfe sei aber keinesfalls als Kontrolle gedacht, sondern als Unterstützung in einer besonderen Lebenssituation. Neben den Familien mit kranken Kindern soll das Angebot der frühen Hilfen auch die oftmals von ratlosen Eltern mit als „schwierig“ und sehr zuwendungsbedürftig erlebten Kinder frühestmöglich erreichen. Die rein medizinische Versorgung wird durch eine pädagogische ergänzt.
So können sich Eltern zum einen bei Bedarf selbständig an die Initiative wenden, zum anderen können Fachkräfte, wie zum Beispiel Hebammen, Kinderärzte, Gynäkologen oder Hilfsorganisationen, den Kontakt zu Kiwi herstellen. Das Angebot kann im Hochtaunuskreis von der Schwangerschaft bis im Einzelfall zum 6. Lebensjahr genutzt werden. Eltern solle damit ein Netz von Unterstützern gesponnen werden, auf das sie immer wieder zurückgreifen können.
Die Initiative Kiwi der Jugendhilfe Usinger Land, Johann-Sebastian-Bach-Straße 18, 61250 Usingen ist erreichbar über die kostenlose Festnetznummer 0800-9999909, über Handy unter 0176-16306019 oder per Email an kiwi@jugendhilfe-usinger-land.de.
In der Hugenottenkirche in Usingen findet zudem am 25. Mai um 14.30 Uhr eine Veranstaltung statt, die vom Ersten Kreisbeigeordneten, Herrn Dr. Müsse, eröffnet wird. Hier werden Mitarbeiterinnen von Kiwi und der Leiter des Fachbereiches Soziale Dienste, Heinz Rahn, über das Präventionsprojekt informieren und um Unterstützung durch niedergelassene Ärzte, Hebammen und andere Multiplikatoren werben. |






