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Schulbauprogramm: Kreis setzt auf erneuerbare Energien


12.08.2009 14:20

Hochtaunuskreis. "Der Einsatz regenerativer Energieträger ist bei allen Neubauvorhaben im Rahmen unseres Schulbauprogramms zur Regel geworden. Im Rahmen der gegebenen technischen Möglichkeiten wird diese Regel auch bei Gebäudesanierungen umgesetzt", unterstreicht Landrat Ulrich Krebs. Das Spektrum reiche von der Holzhackschnitzelheizung (an der Grundschule im Weiltal) über mehrere geothermische Erdsondenanlagen in Verbindung mit Wärmepumpen und Blockheizkraftwerken bis hin zu geplanten Holzpellets-Kesseln bei mehreren Neubauvorhaben.

 

Teilweise werde in den technischen Anlagen unterschiedliche regenerativen Energiequellen miteinander kombiniert. So verfügt beispielsweise die Buchfinkenschule in Usingen-Eschbach über eine Heizungsanlage, die die Erdwärme nutzt und bei der die Wärmepumpe den Strom aus einem Blockheizkraftwerk bezieht, das selbst mit reinem Rapsöl aus deutschem Anbau betrieben wird. "Sieht man vom Allgemeinstrom, der über die Eigenerzeugung des Blockheizkraftwerkes hinaus benötigt wird, ab, so wird diese Schule zu einem sehr hohen Grad über regenerative Energien versorgt", erklärt der Landrat.

 

"Insgesamt erzeugen wir zurzeit eine energetische Leistung von jährlich etwa 3,7 Millionen Kilowattstunden aus regenerativen Energiequellen", erläutert Krebs und erinnert in diesem Zusammenhang auch daran, dass entsprechend dem Beschluss des Kreistages mit dem Neubau der Philipp-Reis-Schule ein großes Schulgebäude entsteht, das in seinen Energiewerten insgesamt sehr nahe an den Passivhausstandard heranreicht.

"Der Einsatz regenerativer Energien und wirtschaftliche Bausweise sind häufig kein Gegensatz und so lassen sich teilweise langfristig Einsparungen erzielen. Allerdings geht es immer darum, die Wirtschaftlichkeit stets im Auge zu behalten", unterstreicht der Landrat.

Krebs erinnert in diesem Zusammenhang auch daran, das der Hochtaunuskreis in seinen Baustandards festgelegt hat, bei den Energieeinsparungen jeweils 30 Prozent über die jeweils gültige Energieeinsparverordnung (EnEV) hinausgehen und sich damit höheren Einsparzielen zu verschreiben. Obwohl zurzeit noch die EnEV 2007 gelte, arbeite der Kreis bereits mit den Zahlen den EnEV 2009 zuzüglich der erwähnten 30 Prozent.

 

Geothermische Heizungsanlagen sind derzeit an der Dornbachschule (Oberursel), der Grundschule "Am Kastanienhain" (Königstein), der Grundschule Schlossborn (Glashütten) und der Buchfinkenschule (Usingen) in Betrieb. Weitere sind an der Philipp-Reis-Schule (Friedrichsdorf), der "Grundschule Mitte" (Oberursel), der Integrierten Gesamtschule Stierstadt (Oberursel), am Gymnasium Oberursel, beim Neubau der Geschwister-Scholl-Schule (Steinbach) und beim Neubau der Konrad-Lorenz-Schule (Usingen) in Planung.

 

Blockheizkraftwerke liefern Strom an der Dornbachschule (Oberursel), der Grundschule Schlossborn (Glashütten), der Buchfinkenschule (Usingen), der Grundschule im Weiltal (Weilrod), der Max-Ernst-Schule (Weilrod), der Grundschule Dornholzhausen (Bad Homburg), der Friedrich-Ebert-Schule (Bad Homburg), der Ketteler-Francke-Schule (Bad Homburg), der Adolf-Reichwein-Schule (Neu-Anspach), der Grundschule Weißkirchen (Oberursel), der Hölderlinschule (Bad Homburg), der Grundschule "Am Kastanienhain" (Königstein) und der Kronthal-Schule (Kronberg).

 

Thermische Solaranlagen erzeugen derzeit an der Max-Ernst-Schule (Weilrod), der Grundschule "Am Eichwäldchen" (Oberursel), der Grundschule "Am Hasenberg" (Neu-Anspach) und an der Wiesbachschule (Grävenwiesbach) warmes Duschwasser.

 

Ferner hat Landrat Krebs berichtet, dass ein Teil der Fassade des "Turmgebäudes" an der Humboldtschule mit einer Photovoltaikanlage ausgestattet wird. Eine weitere Photovoltaikanlage ähnlicher Leistung werde auf dem Dach des Neubaus der Kronthal-Schule errichtet.


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