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| 11.09.2009 17:06 |
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Hochtaunuskreis. An einem zentralen Ort den Eingang zum Naturpark Hochtaunus gestalten und den Menschen der Region sowie den Gästen Informationen über das Naherholungsgebiet Taunus vermitteln, sind die Beweggründe zum Anstoß des Projektes Taunus-Naturparkzentrum an der Hohemark in Oberursel durch Landrat Ulrich Krebs in seiner Funktion als Vorsitzender der Vorstandes des Zweckverbandes Naturpark Hochtaunus. "Der Naturpark Hochtaunus übernimmt eine bedeutende Identität stiftende Rolle für die gesamte Region. 60 Prozent aller Taunus-Besucher kommen über die Hohemark in das Taunus-Gebiet. Sie direkt hier anzusprechen und damit die Funktion des Naturparks und seine Angebote sichtbar zu machen, soll durch ein Naturparkhaus mit touristischem Informationsportal umgesetzt werden", so der Landrat. "Dieses Projekt wird zur Aufwertung des Naturparks Hochtaunus und der touristische Vermarktung der gesamten Destination Taunus beitragen", ist sich Krebs sicher. Bereits 1990 hatte der damalige Umlandverband Frankfurt die Notwendigkeit eines Informationshauses, insbesondere als Besucherportal für das Feldberggebiet, hervorgehoben. "Der Hochtaunuskreis leistet mit der Unterstützung des Projektes einen ganz wichtigen Beitrag zur Attraktivitätssteigerung des gesamten Feldberggebietes", erklärt Landrat Krebs.
So soll auf dem 3.180 qm großen Gelände in direkter Nachbarschaft zum U-Bahnanschluss U3 Richtung Frankfurt ein Haus entstehen, das die Räume der Geschäftsstelle des Zweckverbandes Naturpark Hochtaunus, eine zentrale Tourismusinformation des Taunus Touristik Service e. V. und der Stadt Oberursel (Taunus), die Werkstatt des Zweckverbandes Naturpark Hochtaunus, einen Seminarraum, Ausstellungsräume, Räumlichkeiten für die Gastronomie (Gastraum und Küche) und von außen zugängliche öffentliche Toiletten beherbergen soll.
Die Hohemark in Oberursel eigne sich als Standort besonders, da hier sowohl die Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel und Straßen als auch die Verfügbarkeit von Grund und Boden, die Anbindung an Wander- und Radwege und die Einbindung in die charakteristische Landschaft gewährleistet seien, so Krebs. Hinzu komme, dass sich aus dem Standort auch positive Effekte für den Hessentag 2011 und die Erschließung des archäologischen Erbes der Kelten durch die Stadt Oberursel ergäben. Sofern es zur Umsetzung kommt, ist folgender Zeitplan für das Projekt zu Grunde gelegt. So sind bis Ende des Jahres alle Beschlüsse eingeholt und ein Vertrag mit der Stadt Oberursel geschlossen. Bis Januar 2010 ist der Bebauungsplan der Stadt Oberursel zur Baureife geführt und die Baugenehmigung kann erteilt werden. Gleichzeitig starten die Ausführungsplanungen des Architekten. Ein Baubeginn ist dann für Ende März 2010 angestrebt, die Fertigstellung wird im Mai 2011 erwartet.
Seit 1962 arbeitet der Zweckverband Naturpark Hochtaunus an der Aufgabe, die Taunuslandschaft zu erhalten und zu schützen, die naturnahe Erholung zu gestalten und zu pflegen und den Breitensport zu fördern. Neben den vielfältigen Aktivitäten in der Landschaft selbst gehört vor allem auch die Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit zum Aufgabenspektrum des Zweckverbandes. "Andere Beispiele zeigen, wie wichtig es ist, auch dem Naturerleben ein Gesicht zu geben", weiß Krebs mit Blick auf den Schulwald der Stadt Oberursel (Taunus) mit Einrichtungen wie dem Waldmuseum und der "Häschenschule". Ebenso bietet das Naturschutzhaus der Gesellschaft zur Rekultivierung der Kiesgrubenlandschaft Weilbach als Umweltbildungseinrichtung in einer rekultivierten ehemaligen Mülldeponie Kurse und Fortbildungen zu Themenschwerpunkten des Natur- und Umweltschutzes an. "Auch wir müssen die Menschen verstärkt an unseren Naturpark binden", so Krebs abschließend. Jährlich besuchen rund 18 Millionen Menschen den Naturpark Hochtaunus. |
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