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Untere Naturschutzbehörde analysiert Lebensraumsituation des Rotwildes


13.07.2011 10:29

Hochtaunuskreis. Die Untere Naturschutzbehörde des Hochtaunuskreises untersucht die Lebensraumsituation des Rotwildes in den heimischen Wäldern des Hochtaunuskreises. „Grund dafür ist die vielerorts geführte Diskussion über eine vermeintlich zu hohe Wilddichte und die steigende Zahl an Schälschäden durch Rotwild“, erläutert Kreisbeigeordneter und Umweltdezernent Uwe Kraft das Projekt, das auf seiner Initiative beruht. „Basierend auf den gewonnenen Erkenntnissen, wird ein Lebensraumkonzept erstellt, das uns und auch zukünftigen Generationen einen gesunden Wald- und Wildbestand sichern soll. Hierzu zählt auch der Fortbestand des größten unserer heimischen Wildtiere, des Rothirsches“, erklärt Kraft.

 

Auf Anregung von Bürgermeister Gregor Sommer startet das Projekt in den Wäldern rund um Wehrheim, da hier massive Schälschäden zu verzeichnen sind. Im Rahmen einer ersten Begehung verschafften sich Kraft und Sommer gemeinsam mit dem Wildbiologen Dr. Dr. Selzer von der Unteren Naturschutzbehörde einen ersten Eindruck über die Situation an einigen ausgewählten betroffenen Standorten im Wehrheimer Wald. „Derartige Schälschäden sind immer auch ein Hinweis auf bestehende Defizite innerhalb des Lebensraumes“, berichtet Dr. Dr. Selzer. Vielerorts werden diese Schäden ausschließlich auf eine zu hohe Wilddichte zurückgeführt, was die Forderungen höherer Abschusszahlen mit sich bringe. „Das ist allerdings zu kurz gegriffen. Vielmehr gilt es auch, den Lebensraumansprüchen des Großsäugers etwas gerechter zu werden“, formulieren Wildbiologe Dr. Dr. Selzer und Kreisbeigeordneter Kraft im Hinblick auf die Ziele der Studie.

Das Projekt wird als Kooperation der Unteren Naturschutzbehörde, der Universität Gießen und des Rotwildexperten Dr. Michael Petrak von der Forschungsstelle für Jagdkunde und Wildschadensverhütung Nordrheinwestfalen durchgeführt. Überdies ist eine Zusammenarbeit mit den Vertretern von Forst, Jagd und Naturschutzverbänden vorgesehen.

 

Foto (von links): Dr. Dr. Dieter Selzer (Untere Naturschutzbehörde), Kreisbeigeordneter und Umweltdezernent Uwe Kraft, Bürgermeister Gregor Sommer


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