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Verhalten im Katastrophenfall: Einheiten des Hochtaunuskreises üben auf dem Truppenübungsplatz in Daaden


22.11.2010 15:04

Hochtaunuskreis. Das richtige Verhalten im Katastrophenfall immer wieder zu üben ist wichtig und auch notwendiger Bestandteil der Arbeit der Katastrophenschutzeinheiten des Hochtaunuskreises. So hatte der Fachbereich Brandschutz, Rettungsdienst und Katastrophenschutz des Hochtaunuskreises bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr auf dem Truppenübungsplatz in Daaden (Rheinland-Pfalz) eine Katastrophenschutzübung vorbereitet und durchgeführt.

 

An den beiden Übungen waren jeweils sechs Löschzüge, ein Sanitätszug, ein Betreuungszug sowie eine Führungseinheit beteiligt. Bei der zweiten Übung im November war auch eine Einheit der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk eingesetzt. Zudem waren jeweils rund 250 Helfer vor Ort.

 

"Die Führungskräfte der Einheiten waren gefordert die Lage richtig zu erkennen, Prioritäten bei der Schadensbekämpfung festzulegen, die Gefahren für die eingesetzten Kräfte richtig zu erfassen und die Zusammenarbeit der einzelnen Einheiten zu koordinieren", erläutert Landrat Ulrich Krebs.

Von den eingesetzten Helfern wurden die Anwendung der richtigen Löschtechnik, die Auswahl der richtigen Methoden zur Rettung der verletzten Personen und die sachgerechte Versorgung der Verletzungen erwartet.

 

Für alle Einheiten war das Einsatzgebiet unbekannt. So mussten die Einsatzkräfte das stark verqualmte und brennende Gelände mit seinen Gebäuden zunächst umfassend erkunden, verletzte Personen retten und versorgen, Brände löschen, einsturzgefährdete Gebäude sichern, die Löschwasserversorgen aufbauen und verletzte Personen zum Verbandsplatz abtransportieren. Dort erfolgte dann die umfassende Versorgung, um die Patienten in die Krankenhäuser zu verlegen.

 

Aufbauend auf den Erkenntnissen der Übungsserie in 2009 wurden entsprechende Schwerpunkte bei der Ausbildung in den Einheiten gesetzt. Die Ausbildungsmaßnahmen haben sich positiv auf das Übungsziel ausgewirkt.

 

Die Vorbereitung und Durchführung der Übung erfolgte durch die Steuerungsgruppe Übung des Hochtaunuskreises. Für die realistische Schadensdarstellung, mittels Rauchgeneratoren, Pyrotechnik und anderen Darstellungsmitteln, sorgte die Freiwillige Feuerwehr Niederrad mit ihrer Schadensdarstellungsgruppe.

 

Die Übungen auf dem Truppenübungsplatz in Daaden fanden im Rahmen der Übungsplanung der Katastrophenschutzeinheiten im Hochtaunuskreis für die Jahre 2009 bis 2012 statt. Im vergangenen Jahr fanden bereits vier Waldbrandübungen im Bereich Usingen statt. 2011 werden auf Grund des Hessentages und der damit verbundenen hohen Belastung der ehrenamtlichen Einsatzkräfte keine größeren Übungen durchgeführt. Ab 2012 erfolgen dann weitere Großübungen.