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| 04.06.2009 16:58 |
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Hochtaunuskreis. Mit 4481 blieb die Zahl der registrierten Verkehrsunfälle im Hochtaunuskreis geringfügig unter dem Niveau des Vorjahres (2007: 4488). "Bei den Verkehrsunfällen, insbesondere mit schweren Folgen, setzte sich der zuletzt steigende Trend erfreulicherweise in 2008 nicht fort. Allerdings verzeichnen wir eine deutliche Zunahme der Wildunfälle, die um 216 auf jetzt 626 stiegen", so das Fazit, das Kriminaldirektor Gerhard Budecker bei der traditionell im Landratsamt des Hochtaunuskreises abgehaltenen Pressekonferenz zur Verkehrsunfallstatistik zieht. Budecker stellte die Zahlen gemeinsam mit dem Leiter des regionalen Verkehrsdienstes, Peter Schubert, und dessen Stellvertreter, Thomas Dietrich, vor. Erster Kreisbeigeordneter Dr. Wolfgang Müsse, der in Vertretung von Landrat Ulrich Krebs den Termin abhielt, hob hervor, dass gerade auch die vermehrten Kontrollen der Polizei dazu führten, die Straßen im Hochtaunuskreis sicherer zu machen. "Diese Kontrollen sollen dazu beitragen, dass die Autofahrer von Fahrten unter Alkohol- und Drogeneinfluss abgehalten werden", so Dr. Müsse.
Im Einzelnen liest sich die Statistik wie folgt: Mit sieben tödlich verletzten Personen, gegenüber 11 im Vorjahr, blieb die Zahl nach 2006 erneut im einstelligen Bereich. Während bei den Schwerverletzten ein deutlicher Rückgang um 29 auf 146 zu verzeichnen ist, blieb die Zahl der Leichtverletzten mit 767 gegenüber 2007 (766) nahezu unverändert.
Die Zahl der Unfälle unter Einwirkung von Alkohol lag mit 144 um 13 % höher als im vergangenen Berichtsjahr (2007: 127). Bei den festgestellten Trunkenheitsfahrten, die folgenlos blieben, gab es einen geringen Anstieg von 202 auf 204 Fälle. "Unsere Beamtinnen und Beamten sind zudem in der Erkennung von Drogenfahrten geschult worden, so dass 2008 179 so genannte folgenlose Drogenfahrten festgestellt wurden und die Fahrer aus dem Verkehr gezogen werden konnten. Dies ist eine Steigerung um 47 %", berichtet Budecker. "Diese Art der Kontrollen werden wir weiter verstärken", macht der Kriminaldirektor deutlich.
Die Zahl der Verkehrsstraftaten durch unerlaubtes Entfernen vom Unfallort ging um 56 auf jetzt 1403 Fälle zurück. Mit 618 ermittelten Verursachern konnte die Aufklärungsquote von 41 % auf 44 % gesteigert werden.
"Das Radfahren bleibt weiterhin voll im Trend. Es entwickelt sich vor allem in Städten immer mehr zu einer alternativen Fortbewegungsart. Es ereigneten sich im Berichtsjahr deutlich mehr Unfälle mit Beteiligung von Radfahrern", berichtet der Leiter des regionalen Verkehrsdienstes, Peter Schubert. Wurden in 2007 noch 57 Personen leicht, 20 schwer verletzt und zwei Personen getötet, so stehen dem 91 leicht und 34 schwer Verletze in 2008 gegenüber. "Untersuchungen zeigen, dass bei über der Hälfte der Fälle die Ursache für einen Unfall beim Radfahrer selbst lag. Nahezu 90 % der Unfälle mit Radfahrerbeteiligung ereigneten sich innerorts", so Schubert.
Der Hochtaunuskreis ist nicht nur an Wochenenden im Feldberggebiet, dem angrenzenden Weiltal sowie den übrigen kurvenreichen Strecken für Motorradfahrer ein attraktives Ziel. "So zeigt die Statistik, dass die Gesamtzahl der Unfälle mit Krafträdern gegenüber dem Vorjahr um 10 auf 100 zunahm", berichtet Thomas Dietrich, der diese Unfallgruppe vorstellte. Die schweren Folgen blieben aber insgesamt mit 61 (2007: 56) leicht und 24 (2007: 32) schwer verletzten Kradfahrern leicht unter dem Vorjahresniveau. Drei Personen wurden getötet. Eine mehr als im Vorjahr. Bei der Analyse der Unfälle mit Kradbeteiligung im Feldberggebiet erwiesen sich vornehmlich die Nachmittagsstunden als besonders unfallträchtig. Bei der Auswertung der Unfallursachen fiel außerdem auf, dass mehr als die Hälfte dieser Unfälle durch nicht angepasste Geschwindigkeit verursacht wurden.
Die deutliche Zunahme der Wildunfälle veranlasste die Polizei zur gesonderten Betrachtung dieser Unfallart. "Wir haben daraufhin ausgewählte Streckenabschnitte einer besonderen Betrachtung und Analyse unterzogen. Gemeinsam mit den Forstämtern, den Jagdausübungsberechtigten sowie den zuständigen Straßenverkehrsbehörden werden wir versuchen, diese Zahl wieder zu mindern", so Budecker abschließend. |
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