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Hochtaunuskreis. Zahlreiche Eindrücke konnten die Vertreter sozialer Organisationen des Hochtaunuskreises in der vergangenen Woche in Israel gewinnen. Sie waren gemeinsam mit dem Ersten Kreisbeigeordne-ten Dr. Wolfgang Müsse zu Besuch im Partnerkreis Gilboa.
"Uns ist es wichtig, dass ein Kennenlernen auf allen Ebenen stattfindet. Diesmal lag unser Schwerpunkt auf dem Austausch von Informationen zu sozialen Einrichtungen", fasst Müsse zusammen.
Und so stand während der viertägigen Reise der Besuch von Einrichtun-gen der Behindertenhilfe, wie einer beschützenden Werkstatt, und eines Seniorentageszentrums auf dem Programm.
"Die Delegationsmitglieder haben erste Kontakte geknüpft, die es nun zu vertiefen gilt", erläutert der Sozialdezernent.
Ein großes Augenmerk legt der Distrikt Gilboa auf den erfolgreichen Verlauf des Friedensprozesses mit dem angrenzenden palästinensischen Gebiet Jenin. Gilboa und Jenin setzen damit ein Zeichen im immer wieder ins Stocken geratenen Friedensprozess zwischen Israelis und Palästinen-sern.
Um die Anerkennung der Friedensbemühungen zum Ausdruck zu brin-gen, überreichten die Delegationsmitglieder dem Gouverneur von Jenin, Musa Kadura, eine Spende von 1.100 Trainingsanzügen für Kinder in Waisenhäusern und Schulen für Behinderte in Jenin. Da diese Trainings-anzüge in Jenin genäht werden, galt die Unterstützung auch dem Hand-werk in dem palästinensischen Gebiet und trug zur Sicherung von Ar-beitsplätzen bei.
"So hat der Hochtaunuskreis ein eindeutiges Zeichen für die Unterstüt-zung der Zusammenarbeit von Gilboa und Jenin gesetzt", freut sich Dr. Müsse über die Bereitschaft des Kreisausschusses, diese Spende zu ermöglichen.
Das gute Miteinander von Gilboa und Jenin finde auch darin seinen Ausdruck, dass eine für nächstes Jahr geplante Jugenddelegation mit Kindern aus beiden Regionen, Gilboa und Jenin, besetzt sein wird.
Grund für den erneuten Besuch in Gilboa war auch die Pflanzung der im Mai anlässlich des 60. Jahrestages der Gründung des Staates Israel vom Hochtaunuskreis geschenkten Bäume. Diese konnten zum damaligen Zeitpunkt nicht gepflanzt werden, da in Israel ein Sabbatjahr begangen wurde, in dem gläubigen Juden das Pflanzen verboten war. Drei Oliven-bäume fanden nun ihren Platz im Garten der Regionalverwaltung, die restlichen 57 Laubbäume werden den Hochtaunuswald am Berg Gilboa ergänzen.
In diesem Jahr war es bereits das vierte Zusammentreffen von Hochtau-nuskreis und dem Kreis Gilboa. Im Mai begleiteten Pressevertreter Landrat Ulrich Krebs anlässlich des 60. Jahrestages des Staates Israels nach Gilboa. Im August unterstützte Landrat Krebs die Bemühungen des Kreises Gilboa um Frieden mit den arabischen Nachbarn beim Besuch des Peacetivals. Im Oktober konnte der Hochtaunuskreis eine Schülerde-legation begrüßen und nun schloss sich die Reise mit Vertretern sozialer Organisationen an.
Im kommenden Jahr stehen der Besuch einer Jugenddelegation, der Gewinnerinnen des vom Hochtaunuskreis anlässlich des Peacetivals gestifteten Preises und einer Wirtschaftsdelegation an.
Foto (von links nach rechts):
Ilana Hayat, Norman Diesner (Geschäftsführer der IB Behindertenhilfe), Günther Krause (DRK), Dr. Wolfgang Müsse, Id Salim, Karl-Heinz Roth (Betriebsleiter der Oberurseler Werkstätten), Rami El Hara, Margret Nebo (Vorsitzende der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit) mit dem Zertifikat für die gepflanzten Bäume.
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