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Weihbischof zu Besuch im Landratsamt


15.11.2010 15:26

Hochtaunuskreis. Im Rahmen seiner Visitation der katholischen Pfarreien im Bezirk Hochtaunus, hat Weihbischof Dr. Thomas Löhr auch Landrat Ulrich Krebs einen Besuch abgestattet. Im Beisein von Bezirksdekan Pfarrer Paul Lawatsch, dem für die Caritas im Bezirk zuständigen Oberurseler Pfarrer Reinhold Kalteier, der Kreistagsvorsitzenden Madeleine Funke und Erstem Kreisbeigeordneten Dr. Wolfgang Müsse tauschten sich Landrat und Weihbischof über verschiedene Themen aus. Insbesondere im Bereich der Schulen wurde ein gemeinsames Interesse schnell deutlich: während der Landrat auf das starke langjährige Engagement des Kreises in diesem Bereich verwies, beschrieb der Weihbischof das Engagement des Bistums im Bereich der katholischen Schulen, des Religionsunterrichts und der schulnahen Jugendarbeit, die einen Schwerpunkt der Katholischen Fachstelle für Jugendarbeit Taunus in Oberursel bildet.

 

Weihbischof Dr. Löhr erläuterte der Kreisspitze die pastoralen Planungen im Bezirk Hochtaunus. Dabei unterstrich er, dass ungeachtet der neuen Organisationstrukturen der Pfarreien in größeren Verbänden, kirchliches Leben vor Ort gestärkt werden soll.

 

Landrat Krebs war es ein Anliegen zu betonen, welche Bedeutung die Klinikseelsorge für den Kreis als Krankenhausträger hat. "Wir sehen die Klinikseelsorge als wichtigen Bestandteil des Klinikalltags. Sie ergänzt die medizinische Versorgung und trägt oftmals entscheidend mit zur Genesung bei", so der Landrat. "Auch in den Neubauten in Bad Homburg und Usingen werden Kapellen entstehen", bekräftige Krebs gegenüber dem Weihbischof.

Krebs freute sich über die Zusage von Weihbischof Dr. Löhr, dass die katholische Kirche in der Klinikseelsorge einen Schwerpunkt sieht, der weiter ausgebaut werden soll und traditionell in ausgezeichneter ökumenischer Zusammenarbeit erfolgt. "Wir werden uns auch gerne an der Ausgestaltung der Kapellen in den neuen Krankenhäusern in Usingen und Bad Homburg beteiligen", stellte der Weihbischof in Aussicht.

 

Stellvertretend für die kommunale Familie im Hochtaunuskreis äußerte Krebs die Hoffnung, dass die Kirchen, katholisch und evangelisch, ihr Engagement als Träger von Kindertagesstätten aufrechterhalten. "Es gibt in unseren Kommunen viele Eltern, die sich bewusst für eine kirchlich geprägte Kindertageseinrichtung entscheiden und diese Wahlmöglichkeit wünschen wir uns für die Bürgerinnen und Bürger auch in Zukunft", so Krebs. "Das Bistum Limburg engagiert sich stark für die Ausbildung und Weiterqualifizierung der Erzieherinnen und Erzieher in katholischen Kindertagesstätten, um eine solche kirchliche Prägung in unserem inhaltlichen und personalen Angebot zu stärken", betonte Weihbischof Dr. Löhr.

 

Erster Kreisbeigeordnete Dr. Wolfgang Müsse bedankte sich anlässlich des Besuchs für das Engagement der katholischen Kirche in der Modellregion Integration: "Wir können für das Projekt in Steinbach auf die Erfahrung des Caritasverbandes für den Bezirk Hochtaunus e.V. zurückgreifen und sind froh, sie im Rahmen der Modellregion Integration an unserer Seite zu wissen", so Dr. Müsse. "Neben der fachlichen Erfahrung der Caritas, die wir einbringen können, sind wir von der wachsenden Bedeutung ehrenamtlichen Engagements in der Kirche wie in der Gesellschaft überzeugt - so sollten wir in den wichtigen gesellschaftlichen Fragen im Sinne der Subsidiarität zukünftig verstärkt nach Wegen der Kooperation suchen", erläuterte der Weihbischof.

 

Zum Abschluss seines Besuchs trug sich Weihbischof Dr. Thomas Löhr ins goldene Buch des Kreises ein.

Foto (von links): Kreistagsvorsitzende Madeleine Funke, Erster Kreisbeigeordneter Dr. Wolfgang Müsse, Weihbischof Dr. Thomas Löhr, Landrat Ulrich Krebs


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