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Weitere Staubmessungen mit Auswirkungen auf Neubaupläne der Heinrich-Kielhorn-Schule


23.09.2010 14:54

Hochtaunuskreis. "Wir haben die Ergebnisse zur Kenntnis genommen und müssen feststellen, dass die angeordneten weiteren Messungen Konsequenzen für den Standort des geplanten Neubaus der Heinrich-Kielhorn-Schule haben", kommentieren Landrat Ulrich Krebs und der Wehrheimer Bürgermeister Gregor Sommer die vom Regierungspräsidium Darmstadt veröffentlichten Ergebnisse der Staubmessungen auf dem Gebiet rund um den Bahnhof Saalburg.

 

So könne die Bauleitplanung für das Gelände des Taunusheims bis zum Vorliegen der weiteren Messungen und des damit verbundenen Gutachtens nicht abgeschlossen werden. "Das Regierungspräsidium weist als Träger öffentlicher Belange darauf hin, dass eine Staubbelastung vermutet wird. Solange diese Vermutung weder bestätigt noch verworfen ist, und neue Messungen angeordnet sind, können wir das Bebauungsplanverfahren nicht weiterführen. Wir begehen ansonsten einen Rechtsfehler", erklärt Sommer.

 

Landrat Krebs und Bürgermeister Sommer machen zunächst noch einmal unmissverständlich deutlich, dass eine Staubbelastung für die Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte ausgeschlossen werden müsse und die Gesundheit an erster Stelle stehe.

 

Ohne gültigen Bebauungsplan jedoch kann auf dem Gelände auch nicht gebaut werden. "Die weiteren Messungen führen dazu, dass wir unsere Neubaupläne für die Heinrich-Kielhorn-Schule zunächst nicht wie geplant umsetzen können und abwarten müssen, was die neuen Messungen ergeben", so Krebs. Nach bestehenden Planungen des Kreises soll der Zweig für Erziehungshilfe auf dem Gelände der ehemaligen Taunusheimschule am Bahnhof Saalburg ein neues Zuhause bekommen. Diese Planungen stehen nach wie vor. "Die Gemeinde bedauert sehr, dass das Schulbauprojekt jetzt nun schon wieder ins Stocken geraten ist. Es ist nun zwingend notwendig, dass der Betreiber des Steinbruches unverzüglich Maßnahmen ergreift und durchsetzt, die zu einer Verbesserung der gemessenen Ergebnisse führen. Dazu gehört neben der Installation einer Reifenwaschanlage auch die unverzügliche tägliche Straßenreinigung im Bereich der an- und abfahrenden Lkw", äußert Bürgermeister Sommer.

 

Für den Zweig Lernhilfe wird auf der Wehrheimer Gemarkung nach einem neuen Standort gesucht. Der Hochtaunuskreis hatte sich auch den Äußerungen von Schulleiter Gottlieb Burk gegenüber offen gezeigt, die bestehende Schule für den Bereich Lernhilfe zu sanieren. "Die Sanierung ist eine Option", so Krebs. "Alle Planungen stehen aber unter dem Vorbehalt des neuen Hessischen Schulgesetzes. In ihm wird geregelt, wie mit dem Thema Inklusion an hessischen Schulen umgegangen werden soll. Solange wir nicht wissen, wo die Reise hingeht und wie die Zukunft der Förderschulen aussieht, können wir unsere Planungen nicht zum Abschluss bringen", erinnert der Landrat.