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| 20.10.2010 14:16 |
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Hochtaunuskreis. "Ein gesunder Mund mit gesunden Zähnen ist für die allgemeine Gesundheit besonders wichtig. Daher müssen wir Kindern und ihren Eltern immer wieder zeigen, welche Bedeutung eine gute Zahnpflege hat", so Erster Kreisbeigeordneter Dr. Wolfgang Müsse bei der Vorstellung des Zahngesundheitsberichtes des Hochtaunuskreises für die Jahre 2008/2009 und 2009/2010.
Der Bericht zeigt, dass sich die Mundgesundheit der Kinder stetig verbessert. Lag der Prozentsatz der kariesfreien Gebisse im Jahr 1999/2000 noch bei 50,4 Prozent, so ist er um 7,4 Prozent auf heute 57,8 Prozent gestiegen. Der Sanierungsgrad kariösen Zähnen zeigt zudem den Erfolg der zahnärztlichen Vorsorgeuntersuchungen und die Notwendigkeit regelmäßiger und flächendeckender gruppenprophylaktischer Maßnahmen. So ist der Sanierungsgrad im Hochtaunuskreis innerhalb der letzten zehn Jahre um 36,1 Prozent verbessert. "Indem wir vor Ort an den Schulen tätig sind, können wir auch jene Kinder und Jugendliche erreichen, die selten oder auch nie zum Zahnarzt gehen", so die Jugendzahnärztin des Hochtaunuskreises, Dr. Zeynep Şenel.
Dabei sei es auch wichtig, einen regelmäßigen Kontakt zu den Eltern von Kariesrisikokindern zu suchen und Beratungsgespräche zu führen. "Wir informieren hierbei über die Notwendigkeit häuslicher Mundhygiene und zahngesunder Ernährung sowie die Behandlung der Kinder", berichtet Dr. Senel. Durch Rückfragen bei den Eltern könne dann auch in Erfahrung gebracht werden, ob bereits Termine zur Behandlung vereinbart wurden oder eine Behandlung erfolgt war. "So haben wir erreichen können, dass viele Risikokinder eine zahnärztliche Behandlung erhalten haben", so die Jugendzahnärztin. Ein Trend der letzten Jahre bleibt auch im vorliegenden Berichtszeitraum bestehen: in den Förderschulen sind deutlich mehr Kinder mit kariösen Zähnen zu finden, als in anderen Schulformen.
Zudem sei generell ein Zusammenhang zwischen sozioökonomischem Status und Karieshäufigkeit zu finden. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, ist eine Intensivierung der vorbeugenden zahnärztlichen Betreuung bei überproportional hohem Kariesrisiko geplant. Diese sieht unter anderem vor, dass die Kariesrisikoschulen häufiger besucht und die Zähne der Kinder zweimal jährlich mit Flouridlack behandelt werden.
Im Schuljahr 2008/2009 wurden insgesamt 42 Schulen, davon alle 28 Grundschulen, alle vier Förderschulen sowie zehn weiterführende Schulen des Hochtaunuskreises erreicht. In den Grundschulen wurden die Kinder der ersten und vierten Klassen untersucht, in den Förderschulen alle Klassenstufen und in den weiterführenden Schulen die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen sechs und neun der Haupt-, Real- und Förderstufen. An einer Grundschule wurden die Kinder aller Klassenstufen zweimal untersucht und fluoridiert. In Schülerzahlen ausgedrückt, wurden 6.625 von 7.140 gemeldeten Schülerinnen und Schülern untersucht und unterrichtet. Insgesamt konnten somit 92,8 Prozent der Schulkinder erreicht werden.
Im Schuljahr 2009/2010 wurden 37 Schulen, davon 26 Grundschulen, alle vier Förderschulen sowie sieben weiterführende Schulen erreicht. An weiterführenden Schulen wurden in den neunten Klassen nur noch die Hauptschulklassen untersucht. Insgesamt konnten 4.062 von 4.577 Schülerinnen und Schülern untersucht werden, 88,8 Prozent der Schulkinder wurden erreicht. |
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